Für den Geliebten das Beste statt die Reste

Herausforderndes Experiment zum „Tag der Liebenden“ am 14.2.17

„Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach Gottes Gerechtigkeit“ Matt. 6,33

„Zuerst kommt die Arbeit und dann das Vergnügen“
Dieser Spruch gilt nicht für uns Arbeiter im Weinberg Gottes!
Der Sonntag/Ruhetag ist der erste Tag der Woche.☺
Zuerst darf das Vergnügen kommen, Gott zu erkennen und Zeit mit ihm zu genießen…

Und wie ist es oft bei uns?
…wenn alle Arbeiten korrigiert, aller Unterrichtsstoff kapiert, alle Arbeitsblätter kopiert,
alle Aufgaben organisiert …
wenn dann noch Zeit und Kraft übrig bleibt, dann bekommt Gott die Reste,
ja, wenn dann noch was übrig bleibt…

Die Folge:
Müde Arbeiterinnen, statt leidenschaftliche Geliebte,
nette Kollegen, statt revolutionäre, gefährliche, feurig inspirierte Jünger.

Wir Erzieher/innen und Lehrer/Innen
können nur dann „Kerzen des Volkes“ (so werden in Finnland die Lehrer genannt)
und Licht (vgl. Jes. 60,1)  in unserem Land sein,
wenn wir uns jeden Morgen zuerst selber neu entzünden lassen,
den Tag über zuerst darauf bedacht sind, das Feuer im Herzen zu bewahren
(übrigens: je größer das Feuer im Herzen am Morgen,
um so schneller/leichter lässt es während des Tages wieder entfachen)
und diese Licht  auch nicht unter den Scheffel stellen,
sondern licht d.h. durchlässig werden.

Wo wir den Mund aufmachen, kann Gott die Herzen öffnen!

Lasst uns ein Experiment wagen:
Ich will Gott das Beste statt die Reste geben – Premiumzeit statt übrige Zeit!!!

Sollte der HERR der Zeit und des Universums es nicht schaffen,
uns immer wieder Zeit zu schenken für ein göttliches Rendezvous mit IHM,

wenn wir es wirklich wollen ?

„Und prüft mich doch darin, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß?“ Maleachi 3, 10
(Es geht in diesem Text zwar um den Zehnten, aber wie viel mehr ist ein uns leidenschaftlich liebender Gott an Zeit mit uns interessiert als an Geld…)

Ich würde mich darüber freuen,  Erfahrungsberichte mit euch auszutauschen

LET am 4. Februar 2017 in Bühl

Der Lehrer als König, Priester und Prophet

Begrüßung und Impuls: Hartmut Weber

 

Predigt: Michael Kienapfel:


Hier zwei von vielen Kommentaren:
„Liebes LET-Team,
danke nochmal für gestern und euren ganzen Dienst! Es war sooo gut, so ermutigend, so in Gottes Gegenwart und einfach ein Geschenk 🙂 Ihr werdet erst im Himmel sehen, wie viel ihr bewirken durftet!! Ich bete, dass Gott euch weiterhin reichlich segnet!
Liebe Grüße an alle und bis bald,
Teresa“

„Hallo Hartmut und liebe LET-Team,
bevor der Alltag wieder kommt schreibe ich euch kurz und will mich bei euch bedanken für den tollen gesegneten ermutigenden motivierenden und aufbauenden Tag!
Ich habe mich schon sehr gefreut, dass ich Zeit habe um dabei sein zu können!
Ihr macht soooo eine tolle Arbeit!
Ich wünsche Euch, dass Ihr selbst auch ermutigt werdet!
Schoen, dass es Euch gibt!
Gruesse Eva“

„Sämannsbericht“ aus Dresden

Klara und ihr Vater

Vor einigen Tagen habe ich bei Klara* (eine Schülerin aus der 9. Klasse, bei der ich Klassenlehrer bin) gesehen, dass sie einen Verband an ihrem Unterarm trug. Da wurde ich skeptisch und habe mich gefragt ob sie sich vielleicht ritzt. Als ich zu Hause war habe ich sie per Messenger angeschrieben und gefragt ob es so ist, wie es aussieht.

Sie hat es bejaht und mich gebeten, dass ich es auf keinen Fall ihren Eltern erzählen soll, da sie das schon seit 4 Jahren macht und nicht will, dass es jemand erfährt. Ich fragte sie, ob sie jemand hat, mit dem sie durch diese schwere Zeit geht, da ich weiß, dass man alleine nur sehr schwer wieder aus so einer Situation herauskommt. Sie meinte, dass sie niemanden hat und auch niemand ihre Probleme erzählen will/kann, denn sie will nicht, dass es weitererzählt wird. Nachdem ich noch einmal fragte, ob sie denn niemand hätte, dem sie vertraut, meinte sie nur: „Ihnen vertraue ich, aber sonst habe ich niemand“. „Ich meine nicht, dass du es unbedingt mir erzählen sollst, aber ich finde es wichtig, dass du nicht alleine bist. Du brauchst irgendjemand, der dir helfen kann“, antwortete ich. Ich fühlte in meinem Herzen diese Hoffnungslosigkeit und den Schmerz, den sie fühlte. Ich wusste, dass ich nicht viel tun kann, aber dass Jesus ihre Hoffnung ist. Also schrieb ich im Messenger die Zeile: „Weißt du was? Ich kenne jemand, dem man alles erzählen kann und der es garantiert nicht weitersagt…“ „Wirklich? Wen?“, fragte sie zurück. Und nun konnte ich ihr von Jesus erzählen und dass er mein bester Freund ist, der jeden Tag an meiner Seite geht und mit dem ich alle Freude und alles Leid teilen kann. „Er hört nicht nur zu, sondern tröstet mich und hilft mir in jeder Situation“. Die Minuten vergingen wie im Flug und ich sah nur, wie im Messenger immer die Doppelhäkchen zu sehen waren, die zeigen, dass sie alles direkt las und den Chat nicht verließ. Nach einer reichlichen Stunde hatte ich ihr das ganze Evangelium erzählt und ihr erklärt, dass Jesus auch an ihrer Herzenstür klopft und dass sie jederzeit zu ihm beten kann. Sie war sehr bewegt und fragte mich, warum ich mir so viel Zeit nehme und ihr, einer „einfachen Schülerin“, das alles erzählen würde. Ich erklärte ihr, dass ich Jesus in meinem Herzen habe und dass ich, wenn ich sehe, wie Menschen Sorgen, Probleme oder Schmerz haben, den nur Jesus heilen kann, nicht anders kann, als von ihm zu erzählen.

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Gottes-Bewusstsein

Als mir damals in meiner Schulzeit das Mädchen aus der Parallelkasse 7b zu gefallen begann, war es fast, als hätte ich plötzlich einen Radarschirm, der mich auf sie aufmerksam machte, wann immer sie in meiner Nähe war.
Ich war extrem sensibilisiert für Ihre Gegenwart.
Alles, was ich tat, tat ich in dem Bewusstsein, dass sie da war.
Ich versuchte, ein bisschen cooler zu wirken und etwas lässiger zu reden, wenn sie im Raum war, nicht immer mit dem gewünschten Erfolg -:)

So wie es einen Augenblick gibt, wo wir uns selbst bewusst werden,
oder wo wir anfangen, uns des anderen Geschlechts bewusst zu werden,
so gibt es auch einen Augenblick, wo wir uns Gottes bewusst werden.
In dem Moment beginnt unsere geistliche Geburt, unsere geistliche Reise.

Je länger wir auf dieser Reise mit IHM unterwegs sind, desto mehr werden wir uns seiner Gegenwart bewusst, bis wir IHN überall und ständig sehen.

Geistliche Reife hat nichts mit den Umständen zu tun, sondern mit Bewusstsein.
Eine Beziehung zu Jesus ändert nicht unbedingt gleich unsere Umstände, aber sie verändert die Art und Weise, wir wir uns selbst, andere und Gott sehen.
Wir sind uns immer weniger uns selbst bewusst und immer mehr Gottes.
Es ist fast wie eine zweite Kindheit, wir gewinnen unseren kindlichen Sinn fürs Staunen zurück, wir nehmen die Wunder Gottes um uns herum wahr.
Wir wachsen in der Liebe zu IHM und haben immer mehr den Wunsch andere auf das größte Geheimnis des Universums hinzuweisen.

Ziele sind Träume mit Termin

„Die wahre Freude im Leben eines Menschen ist es, für ein Ziel gebraucht zu werden,
das er selbst als großartig ansieht.“ Georg Bernard Shaw

Ist es nicht ein großartiges Ziel als Lehrer und Erzieher…
… für eine große Anzahl junger Menschen Salz und Licht zu sein.
… mit dem HLG zusammen, zu suchen was verloren ist. (vgl. Lk 19,10)
… Reich Gottes bauen zu dürfen und sogar noch dafür bezahlt zu werden.
… einen Lebensstil einzuüben, der Menschen neugierig macht,
sich auch auf Jesus einzulassen.
… Teil einer örtlichen Segenskette zu sein, die sich gegenseitig anfeuert und ermutigt.
… Teil eines deutschlandweiten Lehrernetzwerkes zu sein, das noch einmal einen
großen Menschenfischfang in der kommenden Generation erwartet und sich darauf
vorbereitet …
… sich im Himmel eine Ewigkeit lang vieler geistlicher Kinder und Enkelkinder zu erfreuen?

„Ziele sind Träume mit Termin.“  (vgl. „Kreiszieher“ Mark Batterson, S. 216)
„Ein Volk ohne eine von Gott geschenkte Vision geht unter!“  Vgl. Sprüche 29,18