Die unsichtbare Eins im Mathe-Unterricht

Immer wieder vergessen einige meiner Schüler beim Anwenden der Potenzregeln,
dass wenn über einer Zahl (Basis) kein Exponent steht,
dort doch eine „unsichtbare Eins“ steht.
Nachdem ich nun nach gefühlten 100mal etwas genervt sagte:
„Vergesst nicht, über jeder Zahl schwebt die unsichtbare Eins,“
fiel mir eine göttliche Erinnerungshilfe für meine Schüler ein:

„Wisst ihr, dass auch über euch eine unsichtbare Eins schwebt?!
Als Gott die Welt schuf, sagte er immer wieder es ist gut gemacht.
Als Gott zum Schluss die Menschen schuf, sagt er:
Sehr gut!
Ihr seid sehr gut gemacht!
Vergesst es nie: über jedem von euch schwebt die unsichtbare Eins.
Gott hat jeden von euch sehr gut gemacht!“

Das Ergebnis dieser Mathematikstunde: Strahlende Gesichter.
Und wenn nun diese unsichtbare Eins vergessen wird, freue ich mich fast schon,
weil ich dann sagen kann: Vergesst nicht über euch schwebt die Note Eins:
ihr seid sehr gut gemacht und unendlich wertvoll!
Beate Weber

Heilige Gemeinschaft

„Einfache Leute können enorme Kraft entwickeln, wenn sie einander zugehören.
Wie jeder weiß, ist es sehr schwierig, ein Feuer aus nur einem einzigen Holzscheit zu entzünden – selbst wenn es ein großer kräftiger Holzscheit ist.
Dagegen bilden mehrere kleine schlechte Scheite ein wunderbares Feuer,
wenn sie zusammen bleiben.“  Elton Trueblood

Gedanken zur heiligen Gemeinschaft eines LehrerGebetsKreises (LGK):

Lehrer*, die sich sowohl ihres Mangels bewusst sind,
als auch ihres Einflusses im Bitten und Flehen als geliebte Töchter und Söhne,
die um der Größe ihrer missionalen Berufung und Vision an ihrer Schule* wissen,
die zusammenkommen, weil sie schwach sind
und wieder auseinandergehen, um jeder mit seiner Gabe zu dienen,
weil ihre Einheit miteinander und mit Christus
sie inspiriert, mutig und leidenschaftlich gemacht hat.

Sie öffnen einander nicht nur ihre Türen, sondern auch ihre Herzen,
da wo Träume, Ängste, Berufungen, Zweifel und Unsicherheiten zu Hause sind.

Sie suchen gemeinsam nach dem Willen Gottes für ihre Schüler und Schulen,
ermutigen und bestätigen einander, wenn sie den Geist Gottes am Werk sehen.

Sie ermutigen sich dazu,
so eng wie möglich mit dem Weinstock Jesus verbunden zu bleiben
und gehen mit dem Heiligen Geist an die Schulen,
um mit IHM zusammen zu suchen und zu finden, was verloren ist.

Unter „Lehrer“ verstehen wir auch alle Lehramtsstudentinnen, Lehrerinnen, Erzieherinnen, Pädagoginnen, Schulsozialarbeiterinnen, Lerntherapeutinnen …
an allen Kindertagesstätten, Kindergärten, Schule, Heimen, Unis, …
Der Einfachheit halber reden wir von Schulen und Lehrern und meinen damit alle oben Genannten und noch mehr.

Stille Pause für Lehrer und / oder Schüler

Die LehrerInnen und SchülerInnen haben die Möglichkeit,
die Erste große Pause oder die Mittagspause im Stille-Raum (Ruheraum) zu verbringen und/oder eine Lesung zu besuchen.
Der Stille-Raum bietet Entspannung und Entschleunigung bei ruhiger Musik und kuscheligen Decken.
Alternativ kann auch die Sporthalle mit den Matten als Unterlage genutzt werden.
Der Besuch ist freiwillig. Ein (zwei) Lehrer / Pädagoge leitet das Programm an.
!!! Absprache und Genehmigung von der Schulleitung !!!

Zielsetzung:
– Erleben der Stille im Kontrast zum lauten Schulalltag,
– Förderung der Sensibilität für Körperwahrnehmung,
– Entspannung durch ruhige Musik
– Zuhörförderung beim Lauschen eines Lesevortrags oder Poetry slams:

Inhalte ( Beispiele):
– Phantasie und Entspannungsreisen vorlesen ( Lasten ablegen und in die Ruhe eintreten)
– Ruhige , instrumentale Musik zur Entspannung im Hintergrund abspielen
– Poetry Slams zum Thema Ruhe / Stille / Frieden / Sorgen und Ängste ablaufen lassen
(https://www.youtube.com/watch?v=1FggOhSPC4g)

Es gibt gute Bücher, CD´S , Internetseiten oder Material auf youtube zu diesen Inhalten.

Material vorher testen und anhören – nicht alles eignet sich für den Einsatz bei Kindern und Jugendlichen in der Schule (Hintergründe erforschen) !!!

Bei Rückfragen zur Praxis dürft ihr gerne im Internet nachschauen oder mich unter
dereckstein@gmx.de oder 0176-55518766 kontaktieren

Daniel Laux
Präventionslehrkraft Schule

PrayerSpaces in Schulen

Was sind zentrale Elemente unseres Glaubenslebens?

Denkt man über diese Frage nach, dann wird früher oder später wohl auch das Gebet genannt werden. Kein Wunder, ist es für uns Christen doch der direkte Draht zu Gott und vertrauen wir doch darauf, dass das Gebet Kraft hat und Veränderung schenken kann.

Für unsere Schülerinnen und Schüler mag das Beten nicht unbedingt einen so hohen Stellenwert haben. Für manche ist es vielleicht eher etwas Fremdes, das mit ihrem Alltag kaum etwas zu tun hat. Und dennoch wünsche ich mir, dass Jugendliche erfahren dürfen, dass Gebet so viel mehr mit ihnen und ihrem persönlichen Alltag zu tun hat, als sie denken, und dass Gebet kreativ, vielfältig und wirkungsvoll sein kann.

Einen Zugang zum Beten können PrayerSpaces in Schulen vermitteln. Hier werden Gebetsräume an Schulen aufgebaut, in denen die Jugendlichen ihre Lebensfragen und ihre Spiritualität interaktiv und kreativ entdecken können. Für den Gebetsraum wird meist ein Klassenzimmer umgewandelt und bleibt für einige Tage lang geöffnet. Im Gebetsraum können die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Gebetsstationen einen ganz praktischen Zugang zum Gebet finden. Die Themen der Gebetsstationen sind dabei so gehandhabt, dass sich die Jugendlichen leicht damit identifizieren können, z.B. um Verzeihung bitten oder Sorgen äußern.

Aus eigener Erfahrung mit der Gestaltung eines PrayerSpaces war ich überwältigt von der positiven Resonanz auf den Gebetsraum und bewegt davon, was Gott in der Woche, in der der Raum geöffnet war, in manchen Schülerinnen und Schülern angestoßen hat. Viele erlebten, dass Gebet wirkt und etwas mit ihnen ganz persönlich zu tun hat. Ein paar der Schüleräußerungen an der Feedbackwand lauteten etwa:

  • „Es war sehr beeindruckend und interessant, man hat sich selbst besser kennengelernt.“
  • „Es hat gut getan und es ist sehr schön, Religion mal so zu erleben! Es lässt einen viel mehr man selbst sein.“
  • „Es ist schön, dass so etwas für uns gemacht wurde! Danke!“
  • „Man sollte mehr darüber nachdenken, wie gut es einem geht.“
  • „Sehr schön! Man fühlt sich nicht allein mit seinen Sorgen.“
  • „So etwas habe ich noch nie gemacht. Super.“
  • „Ich denke jetzt mehr über die Leute nach, die in Not sind, und ich bete auch für sie.“
  • „Ich habe gemerkt, dass beten nicht immer ‚langweilig‘ sein muss, sondern auch interessant.“

Durch die die Gestaltung eines Gebetsraumes an der Schule als dem Ort, an dem die Jugendlichen einen Großteil ihrer Zeit verbringen, kann das Gebet direkt in ihren Alltag  geholt werden und es können viele Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Stellt man sich nun vor, dass es an vielen weiteren Schulen PrayerSpaces gibt, dann kann das die Generation der Jugendlichen verändern.

Interesse bekommen, selbst einen Gebetsraum zu gestalten? PrayerSpaces ist ein Konzept, für das es ausgearbeitetes Material gibt, das die Gestaltung eines solchen Gebetsraumes erleichtert. Mehr Informationen, Tipps, Erfahrungsberichte, … gibt es unter www.prayerspaces.de, oder über den Kontakt prayerspaces@smd.org.
Kristina Heckel