Letzte Worte

Ich kenne einen Lehrer, der hatte es sehr stark auf dem Herzen, seiner Abschlussklasse zum Schluss nochmal ausführlich die Gute Nachricht zu erklären und so betete er für eine Gelegenheit und einen „Einstiegspilz“ vom Heiligen Geist.
(Zum Thema „Einstiegspilz“ siehe M&M vom 27.4.16)

Es begab sich, dass dieser Lehrer in dieser Woche Geburtstag feierte und dass er an diesem Tag in seiner Abschlussklasse zum vorletzten Mal Unterricht hatte.
Ein Schüler hielt ein Referat zum Thema: „Altersvorsorge“

Der Lehrer vereinbarte mit dem HLG folgenden „Einstiegspilz“:
Falls die Klasse ihm zum Geburtstag gratuliert, würde er sie fragen, ob er einen Geburtstagswunsch frei hätte und er ihnen dann zum Abschluss noch die
„Himmlische Altersvorsorge“ :-) erklären dürfte.

So passierte es:
Die Klasse hatte sogar einen Geburtstagskuchen für ihn gebacken und nach dem Geburtstagslied formulierte der Lehrer seinen Wunsch an die Klasse.
Die Klasse war einverstanden.
Am nächsten Tag – in der letzten gemeinsamen Stunde  – war die ganze Klasse versammelt und der Lehrer erklärte ihnen mit dem Wort Gottes über den Visualizer und einigen seiner Lieblingsbilder und Geschichten die Gute Nachricht.
(siehe M&M vom 16.3.16)

Zum Schluss klatschte die ganze Klasse Beifall und der Lehrer – zufrieden wie ein Sämann der sein Feld gut bestellt hatte – verabschiedete sich sichtlich gerührt von seiner Klasse …

Im Teamwork mit dem Heiligen Geist – Teil 3

„Göttliche Multiplikation“
„Du nun mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist;
Und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden, wieder andere zu lehren.“ 2.Tim 2,2

In diesem Vers sind drei Stufen der Multiplikation beschrieben:
Paulus vertraut das Evangelium in einer 1. Stufe dem Multiplikator Timotheus an.
Timotheus soll es in der 2. Stufe treuen Menschen weitersagen,
die wiederum in der 3. Stufe das Evangelium anderen weitersagen und sie lehren.

Anwendung auf die Schule/Kindergarten …
Wenn wir Lehrer „nur“ selber mit Hilfe des HLG in der Schule auf Schatzsuche gehen,
und die Schüler mit Jesus in Beziehung bringen,
dann addieren wir „nur“ im RG und bleiben auf der 1. Stufe.
Wenn wir aber in einer 2. Stufe andere Lehrer (Timotheusse) als Multiplikatoren dazu ermutigen, mitzumachen und anleiten Sämann in der Schule zu sein,
dann multiplizieren wir im RG.
Wenn wir aber diese Timotheusse anleiten, selber andere Lehrer zu ermutigen,
die wiederum andere anleiten und ermutigen – so wie Jesus und Paulus –
dann sind wir auf der 3. Stufe der „Göttlichen Multiplikation“
und potenzieren sogar!

==)  2.Tim 2,2 ==) 2*2*2
Dann wird die geistliche Ernte riesig sein!!!

Dies hat mir der HLG am Bsp. kostbarer Morcheln vor Kurzem sehr sehr eindrücklich klar gemacht:
Ich war am Freitag, den 8.4.16 auf dem Nachhauseweg von der Schule und hielt im Gespräch mit Jesus Ausschau nach einem „Einstiegspilz“ (siehe M&M am 27.4)

Ich hatte die Hoffnung fündig zu werden schon fast aufgegeben, als ich ganz zum Schluss meines Weges plötzlich 3 „Einstiegsmorcheln“ am Wegrand stehen sah.
Ich ging an dieser Stelle in den Wald und konnte meinen Augen nicht trauen:
Ein ganzes Feld voller kostbarer Morcheln!!!
Ich dachte ich träume …
Da mein Schulrucksack zu klein war, fuhr ich sofort nach Hause, um größere Körbe zu holen. Ich erzählte es meiner Frau, die den Eindruck hatte, meine Schwester Annette – auch eine Säfrau an der Schule und begeisterte Pilzsucherin und Genießerin – anzurufen.
20 Minuten später war sie bei mir, und zu zweit zogen wir los und durften eine unglaubliche Ernte einholen:

2016-04-08-Morcheln-001
Anmerkung:
Bei der amerikanischen Schreibweise des Datums wird immer der Monat vorangestellt, also z.B. der 8. April 2016 wird so geschrieben:
04-08-16
Wenn 2 am 4-8-16 auf Schatzsuche gehen,
kann göttliche  „Göttliche Multiplikation“ geschehen …
Am Ende wird es passieren!!!

Versprochen!!!

Im Teamwork mit dem Heiligen Geist – Teil 2

„Einstiegspilz“
Oft wissen wir nicht, wo wir anfangen sollen zu suchen, was verloren ist.
Welche Situation ist geeignet, welche Person ist auf der Suche und hat ein offenes Herz für eine Berührung Gottes?
Woher wusste Jesus, welche Menschen er in seine Nachfolge rufen sollte,
welche Menschen er heilen sollte, wo er bleiben und wo er weitergehen sollte?

Ein wichtiger Hinweis ist die hundertprozentige Verbindung und Abhängigkeit Jesu vom Vater. Ohne ihn konnte er NICHTS tun. Er wandelte vollkommen in den von Gott vorbereiteten guten Werken. Ohne seinen Vater konnte er nichts tun und sagen.
(vgl. Joh 5,19+30)

Auch wir können ohne Jesus in uns – den HLG – NICHTS tun!
Diese Verbindung zu ihm jeden Morgen neu zu suchen, sich schenken zu lassen und den ganzen Tag als kostbaren Schatz zu halten und zu bewahren,ist der Schlüssel zu diesem Wandel im Geist.
„Herr, zeig mir die guten Werke, die du für heute vorbereitet hast und in denen ich mit dir wandeln darf? Komm HLG und hilf mir die Menschen und Situationen zu erkennen, die du heute segnen und „beleuchten“ möchtest.“

Durch mein Hobby mit dem HLG im Wald Pilze zu suchen, habe ich in den letzten Jahren auf originelle Weise ganz praktische Hilfen und Anleitung von ihm in dieser Hinsicht erfahren. Eine solche praktische Hilfe ist der „Einstiegspilz“
Der Wald ist groß, wo soll ich anfangen zu suchen? Wo gibt es Steinpilze, Pfifferlinge und die so leckeren und wertvollen Morcheln?
Ich fahre mit meinem Mountainbike betend und suchend durch den Wald und halte Ausschau nach  einem „Einstiegspilz“ nahe am Wegrand.  Sobald ich einen Pilz entdecke, halte ich an und gehe von dieser Stelle aus los in den Wald.
Auf diese Art habe ich zahlreiche ergiebige Fundstellen entdecken dürfen …
(siehe Bild und M&M nächste Woche :-))

In den letzten Jahren hat mich der HLG herausgefordert, dies auch auf die menschliche Schatzsuche zu übertragen:
„Kannst du genau so konzentriert suchend und präsent für meine Gegenwart auch mit mir zusammen Menschen suchen, die verloren sind – statt Schätze für Bratpfanne, Schätze für die Ewigkeit?“
Also halte ich in meinem Alltag Ausschau nach einem „Einstiegspilz“,
nach einer Gelegenheit oder nach einem Mensch zu dem der HLG mich führt,
auf den er mich aufmerksam macht.
So gleicht meine Schatzsuche in Schule und Alltag manchmal einer weiteren Folge von Indiana Jones: „Jäger des verlorenen Schatzes“
Teil 3 nächsten Mittwoch

Im Teamwork mit dem Heiligen Geist – Teil 1

Oft beten wir, dass Gott uns Gelegenheiten schenkt, um durch uns zu wirken,
aber wir bemerken gar nicht, dass ein Schüler, dem wir heute begegnen,
eine Berührung Gottes braucht.
Im Teamwork mit dem HLG In der Schule bedeutet, sich voll Geistes sowohl seiner Gegenwart als auch den Segensgeschenken bewusst zu sein,die er durch mich anderen geben möchte.Wir spielen sozusagen den Briefträger Gottes für seine Segnungen.

Auf einer Christlichen Konferenz oder in eine Gemeindeveranstaltung spüren wir die Gegenwart Gottes oft sehr konkret und haben den Eindruck, dem Glaubenden ist alles möglich.
Doch im Alltag z.B. in der Schule spüren wir die Gegenwart Gottes meistens gar nicht,
weil wir zu stark auf das Sichtbare fokussiert sind und uns davon zu sehr gefangen nehmen lassen. Wir vergessen, wer wir sind und welche Vollmacht und Möglichkeiten wir mit Christus in uns haben.
Oft hilft mir eine Freistunde dabei, mir Gottes Gegenwart neu bewusst zu machen,
den HLG in die nächste Stunde einzuladen und einen Glaubensschritt in der Vollmacht zu wagen, die er mir verheißen hat, wenn sich die Gelegenheit ergibt.  vgl. Joh 15,16f

Der Gegenwart Gottes Raum zu geben bedeutet, dass wir uns seiner Liebe für uns und für die Menschen in unserem Umfeld bewusst werden. Wir haben die Möglichkeit die Atmosphäre des Himmels in uns zu tragen und überallhin mitzunehmen, wohin wir gehen und einen göttlichen Wohlgeruch zu verbreiten.
Die Menschen an unserem Arbeitsplatz haben einen Hunger nach Gesehenwerden, Lob, Anerkennung … und unbewusst auch nach himmlischen Berührungen und Erfahrungen.
Wir haben jede Stunde die Gelegenheit, die Atmosphäre des Himmels in uns zu tragen und Ausschau zu halten nach lebensverändernden Gottesbegegnungen, die der HLG vorbereitet hat.
(siehe M&M Teil 2: „Einstiegspilz“ nächsten Mittwoch)

Während wir mit dem Schulalltag beschäftigt sind, können wir unsere Herzen IHM zugeneigt lassen und gespannt nach seinen Schätzen Ausschau halten, nach den guten Werken, die ER schon vorbereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.
Wir können uns auch daran erinnern, was Gott in der Vergangenheit in und durch uns schon getan hat. Dankbarkeit und Anbetung laden die Gegenwart Gottes in unser Umfeld ein. Diese Herzenseinstellung bereitet einen Landeplatz für den HLG.

Während ich z.B. durch das Schulhaus gehe, erhalte ich einen Eindruck, ein Wort der Erkenntnis oder ein überwältigendes Mitgefühl für eine andere Person um mich herum.
Manchmal hebt der HLG auch Menschen, denen ich begegne für mich hervor.
Ich habe den Eindruck, als würde in der geistlichen Welt ein Licht auf eine bestimmte Person gerichtet werden. Dies bedeutet, dass Gott dieser Person auf besondere Weise durch mich begegnen möchte, um in das Leben dieses Menschen einzugreifen.
Dies können auf den ersten Blick gesehen ganz banale Dinge sein, wie z.B. ein persönliches Nachfragen, ein ermutigendes Zulächeln, ein ermutigender Klapps auf die Schulter, ein Zuspruch, ein tröstendes Wort …
Aber in dieser speziellen – vom HLG beleuchteten Situation – können solche kleinen Samenkörner große Auswirkungen haben…

Teil 2: Nächsten Mittwoch

Du bekommst die „10“ geschenkt!

Auf einer „Heiligkeitsskala“ von 0 bis 10,
wie heilig, wie gut muss ich sein, damit der Heilige Geist in mir wohnen kann?
Ich bilde mir manchmal ein, eine 9,5 oder 9,0 genügt irgendwie.
Das kleine bisschen Spielen mit der Sünde, dieser eine schlechte Gedanke kann doch nicht so schlimm sein …
Aber Tatsache ist, ein bisschen Sünde genügt, um den HLG zu dämpfen.
Um voll Geistes zu sein brauche ich die „10“!

Würdest du einen Cappuccino trinken, in den ein vorbeifliegender Vogel ein kleines bisschen hineingekackt hätte? Würdest du sagen, „das kleine bisschen Scheiße ist doch nicht schlimm …“
Würde eine Braut, die am Morgen ihrer Hochzeit auf ihrem Hochzeitskleid einen kleinen schwarzen Fleck entdeckt, diesen Fleck akzeptieren und sagen: „Ach, es ist ja nur ein Fleck, der allergrößte Teil des Kleides ist ja sauber …“

Gott geht es genauso mit unserem Herz. Unser Herz kann den heiligen Gott nur dann voll und ganz empfangen, wenn es ganz und gar rein ist!
„Selig sind die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.“ Mt 5,8
Wenn wir uns nicht fortwährend von Jesus die Füße waschen lassen, so haben wir kein Teil an ihm. Vgl Joh 13,1-8.

Die Heiligkeit, die Gott fordert, können wir nur geschenkt bekommen.
Sie ist ein ständiger Gnadenakt.
Mein Leben und alles was es heilig und wertvoll macht, ist kein Klettern auf der Heiligkeitsleiter, bis ich endlich oben bei der 10 angekommen bin,
sondern es ist die fortwährende Begegnung mit dem „Herabgestiegenen“.
Das Geschenk des Heiligen Geistes ist nicht die Folge, sondern die Voraussetzung eines heiligen Lebens.
Du bekommst die „10“ geschenkt, wenn du darum bittest!

Halte ich das aus, in dieser Weise als ein Bettler, als ein Empfangender vor Gott zu sein und zu bleiben?
„Bittet immer wieder, und es wird euch gegeben werden; suchet, ohne zu ermüden,
und ihr werdet finden; klopft stets aufs neue an, und es wird euch immer wieder aufgetan werden. Denn jeder, der immer wieder bittet, empfängt auch immer wieder, und wer unermüdlich sucht, der macht einen Fund nach dem andern, und dem, der fortfährt anzuklopfen, wird aufgetan werden. … Wer den Vater immer wieder neu, um den Heiligen Geist bittet, dem wird  immer wieder neu gegeben werden.“
Vgl. Lk 11,9-13 (lauter Präsensformen, die eine fortdauernde Handlung ausdrücken)

Wer fortwährend bittet, der weiß und gibt zu, dass er sich selbst nicht genug ist.
Er stellt sich seiner Bedürftigkeit und macht sich zugleich empfänglich.
Dieses fortwährende Bitten ist eine eine radikale Form der Offenheit und wird uns verändern.

Es ist eine der Bibel völlig fremde Geisteshaltung, wenn jemand sagt:
„Gott wird mir den Heiligen Geist schon geben, wenn er es will.“
Der Jakobusbrief sagt: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht fortwährend bittet“  vgl. Jak 4,2

Martin Schleske erzählt in seinem Buch „Der Klang“ auf S. 372 folgende Geschichte:
Ein Mann, der sich für demütig und weise hielt, ging zu einem alten Mönch und sagte,
es sei nicht nötig, Gott um irgendetwas zu bitten. Man solle sich genügen lassen.
Da antwortete der Mönch in verschmitzter Ironie: „Auch ich, in meiner großen Demut, habe Gott um nichts gebeten; und Gott, in seiner großen Güte, hat mein Gebet erhört –
und mir nichts gegeben!“