Ein Sämann denkt langfristig

„Wir neigen dazu zu überschätzen, was wir in 30 Tagen erreichen können.
Wir neigen dazu zu unterschätzen, was wir in 30 Jahren erreichen können.“
vgl. Mark Batterson in „Kreiszieher“ S. 161ff

Ich ging eine Straße entlang, als ich einen Mann bemerkte, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Ich fragte ihn wissbegierig: „Wie lange wird es dauern, bis dieser Baum Früchte trägt?“ Der Mann erwiderte: „Siebzig Jahre“. Ich fragte weiter: „Weißt du denn, ob du in siebzig Jahren noch leben und seine Früchte genießen können wirst?“
Der Mann antwortete: „Wahrscheinlich nicht. Aber als ich in diese Welt hineingeboren wurde, fand ich viele Johannisbrotbäume vor, die von meinem Vater und meinem Großvater gepflanzt wurden. So wie sie diese Bäume für mich pflanzten, pflanze ich Bäume für meine Kinder und Enkel, damit sie eines Tages die Früchte dieser Bäume genießen können.“

In einem Augenblick der Offenbarung erkannte ich, dass Beten eine Form des Pflanzens ist. Jedes Gebet ist ein Samenkorn, das in den Boden gelegt wird. Es verschwindet eine Weile, aber irgendwann – oft viele Jahre später – bringt es Frucht, durch die zukünftige Generationen gesegnet werden. Genau genommen bringen unsere Gebete ewige Früchte.
Selbst wenn wir sterben – unsere Gebete sterben nicht.
Jedes Gebet entwickelt ein Eigenleben, ein ewiges Eigenleben.

Ich weiß das ganz bestimmt, weil es Augenblicke in meinem Leben gab und gibt,
in denen der Heilige Geist mich darauf aufmerksam macht, dass jetzt gerade die Gebete meiner längst verstorbenen Großmutter für mich beantwortet werden.
Ihre Gebete für mich lebten länger als sie selbst …
Danke liebe Oma Therese :-)

Klatschmohn im Weizenfeld

Klatschmohn

An diesem Weizenfeld fahre ich zur Zeit auf meinem Schulweg mit dem Fahrrad vorbei.
Es ist ein ganz anderes Weizenfeld als  das auf unserer LET-Homepage.
Es enthält wunderschönes „Unkraut“ und der Bauer, der den Weizen ernten möchte, ist darüber sicher nicht so erfreut wie ich, der ich mich jeden Morgen über diesen Anblick freue …

Vor ein paar Tagen, als ich mal wieder daran vorbeifuhr und Gott lobte und ihm dankte für seine wunderbaren Bilder, die er in seiner Schöpfung malt, sprach der Heilige Geist sanft zu meinem Herzen:
Hartmut, so wie du dich jetzt freust, über die roten Farbtupfer in diesem Weizenfeld,
so freue ich mich über mein menschliches Weizenfeld.
Was in den Augen der Menschen oft wie „Unkraut“ aussieht und vielleicht den Ernteertrag des Feldes schmälert, ist in meinen Augen wunderschön und wertvoll,
auch wenn das Feld dadurch insgesamt weniger Ertrag abwirft.
Ohne den Klatschmohn wäre das Feld zwar wirtschaftlicher, aber dafür langweiliger und eintöniger.
Ich liebe es schöne und unproduktive Pflänzchen einzustreuen, ganz einfach weil sie mir gefallen und sie mich erfreuen, und wenn es mir gefällt, darf es auch dir gefallen …
So darfst du übrigens auch deine schwächeren Schüler sehen:
Klatschmohn im Weizenfeld – sie sind das Besondere in meinem Erntefeld :-)

Zum Schluss erinnerte mich der HLG noch an eine vergangene Sportstunde,
als ich meinen schwächeren Schülern während eines Fußballspiels ein rotes Leibchen anzog, und ihre Tore doppelt zählen ließ, was dazu führte, dass sie in den Augen der Mitspieler „wertvoller“ wurden und viel öfter angespielt wurden …

Zeilen der Wertschätzung

Hallo Hartmut,
schau mal, was ich heute ernten durfte. :-)
Vor einem halben Jahr hatte ich in meiner 10. Klasse die von euch beschriebene Aktion:
„Sehe das Gute im Anderen“ durchgeführt.
Letzte Woche habe ich meine Klasse damit überrascht und habe jedem Schüler seine von der Klasse geschriebenen Zeilen der Wertschätzung überreicht. Ich hatte die Beiträge der Schüler zusammengefasst und jedem noch einen Bibelvers dazugeschrieben.

Heute nun hat mich meine Klasse in unserer Abschlussstunde überrascht:
Die Klasse überreichte mir freudig strahlend eine Rolle. Ich konnte sie nicht öffnen, glaub ich sonst hätte ich geweint. So nahm ich die Rolle der Schüler und laß sie später.
(siehe unten)
Der Heilige Geist hat so viel bewirkt in dieser Klasse und es ist so schön diese Zeilen zu lesen, dass Kinder zu Gott gefunden haben.
Gott ist großartig. Er gebraucht uns echt gerne.
Sei gesegnet
Sylvie

Zeilen-der-Wertschaetzung

 

LehrerGebetsKreis

Manchmal dürfen wir erleben, wie wichtig es ist, dass wir für unsere Schüler und Schulen beten und wie sich Gebete zeitnah erfüllen – siehe auch das M&M am 16.3.16
Die meisten Gebetserhörungen sehen wir erst im Himmel …

Charissa berichtete folgendes:
„An einer christlichen Schule haben wir natürlich den großen Vorteil, dass wir so viel wir wollen von Jesus reden dürfen (das ist wirklich genial!), aber es heißt nicht, dass alle Schüler gleichermaßen offen sind für das Evangelium. Manche durchlaufen 9-12 Jahre Schule bei uns und haben es immer noch nicht begriffen. Diese Offenbarung kann wirklich nur der Heilige Geist schenken und dafür beten wir.

Vorgestern waren in meinem Geschichtskurs nur ca. 8 Abiturienten anwesend, die in Gruppen an Referaten arbeiten sollten. Von den mündlichen Prüfungsthemen in Reli kamen die Schüler irgendwie auf die Frage nach dem Himmel zu sprechen und ein Schüler wandte sich mit der Frage an mich: „Lässt Gott nicht auch gute Menschen in den Himmel, auch wenn sie ihr Leben lang nicht an ihn geglaubt haben?“
Ich setzte mich zu ihnen und wir hatten eine ganze Schulstunde lang eine mega geniales, offenes Gespräch über Sünde, Jesu Erlösungswerk am Kreuz, gute Taten und Gnade und wie man denn wissen kann, dass es Gott wirklich gibt.
Zwei Schüler, die sich als Agnostiker bezeichneten gaben zu, sie wollten Gott gerne erleben und ich konnte sie ermutigen ihn von Herzen zu suchen.
Zwei gläubige Schülerinnen erzählten noch ein bisschen aus ihrem Leben, wie sie gerade in schweren Zeiten Gott so richtig erlebt haben. Es war einfach ein von Gott gegebener Moment voller unglaublicher Offenheit und Ehrlichkeit!
Das habe ich in dieser Weise selten erlebt.
Gerade den Tag zuvor hatten wir im Lehrergebetskreis intensiv dafür gebetet,
dass Schüler Jesus erleben und sich ihm öffnen!
Es hat mich sehr ermutigt und wir beten, säen, pflanzen und gießen weiter!“ :-)

Letzte Worte

Ich kenne einen Lehrer, der hatte es sehr stark auf dem Herzen, seiner Abschlussklasse zum Schluss nochmal ausführlich die Gute Nachricht zu erklären und so betete er für eine Gelegenheit und einen „Einstiegspilz“ vom Heiligen Geist.
(Zum Thema „Einstiegspilz“ siehe M&M vom 27.4.16)

Es begab sich, dass dieser Lehrer in dieser Woche Geburtstag feierte und dass er an diesem Tag in seiner Abschlussklasse zum vorletzten Mal Unterricht hatte.
Ein Schüler hielt ein Referat zum Thema: „Altersvorsorge“

Der Lehrer vereinbarte mit dem HLG folgenden „Einstiegspilz“:
Falls die Klasse ihm zum Geburtstag gratuliert, würde er sie fragen, ob er einen Geburtstagswunsch frei hätte und er ihnen dann zum Abschluss noch die
„Himmlische Altersvorsorge“ :-) erklären dürfte.

So passierte es:
Die Klasse hatte sogar einen Geburtstagskuchen für ihn gebacken und nach dem Geburtstagslied formulierte der Lehrer seinen Wunsch an die Klasse.
Die Klasse war einverstanden.
Am nächsten Tag – in der letzten gemeinsamen Stunde  – war die ganze Klasse versammelt und der Lehrer erklärte ihnen mit dem Wort Gottes über den Visualizer und einigen seiner Lieblingsbilder und Geschichten die Gute Nachricht.
(siehe M&M vom 16.3.16)

Zum Schluss klatschte die ganze Klasse Beifall und der Lehrer – zufrieden wie ein Sämann der sein Feld gut bestellt hatte – verabschiedete sich sichtlich gerührt von seiner Klasse …