Angelo

Montag, auf dem Weg zur Schule mit dem Fahrrad, ging ich wie jeden Morgen gedanklich mit Jesus meinen Schultag durch, um seine Gedanken und Impulse zu diesem oder jenem Problem, oder schwierigen Situation zu „hören“.
Als ich durch die Schultür ging, lud ich den Heiligen Geist wieder ganz bewusst ein,
mit mir gemeinsam diese neue Runde im „Hamsterrad“ Schule gut zu meistern.
Ich betete:
„Jesus, ich halte mich gedanklich an dir fest, führ du und leite du mich in deinen Werken, die du heute für mich vorbereitet hast …“

Eine Minute später auf dem Weg zum Lehrerzimmer sprach mich Angelo, ein mir unbekannter Berufsschüler an, ob ich wüsste, welcher Lehrer das soziale Schulprojekt „Seed of Hope“ in Kenia betreuten würde.
„Er steht vor dir“, antwortet ich.
Ob ich kurz Zeit hätte …

Die nächsten Zehn Minuten mit Angelo waren für mich ein Geschenk des Himmels,
dafür war ich vor Jahren angetreten, Lehrer zu sein.
Sie sollten mich neu motivieren, weiterzubeten und zu glauben für eine neue Hinwendung, Suche und Offenheit der Jungen Generation für Jesus.
Weiter zu glauben, dass es möglich ist, trotz immer größerer Geschwindigkeit und Komplexität im Schulalltag die Vision:
„Sei Sämann an deiner Schule!“ zu leben und zu erleben,
daran festzuhalten und nicht loszulassen bevor der Herr nicht segnet!

Es gibt in jeder Schule, Kinder, Schüler, die auf der Suche nach Gott sind, die der HLG zu sich ziehen möchte, die jemand brauchen, der sie auf diesem Weg ermutigt, bestärkt und hilft und weiter inspiriert. Der Heilige Geist möchte uns zu diesen Menschen führen,
um für Sie Geistliche Väter, Mütter, Mentoren … zu sein.

Danke Angelo!
Ich bete, dass der HLG auch euch eure „Engel“ an euren Schulen zeigt.

Endzeitlich leben: Teil 2

Die ersten beiden Mitarbeitern im Gleichnis von Mt 25,13-30 lobt Jesus mit den Worten:
„Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh hinein in die Freude deines Herrn.“
Was für ein Augenblick, wenn Jesus uns sein Lob ausspricht: „Gut gemacht, mein Kind!“
Dann ist die anstrengende, prüfungsreiche Zeit beendet, das Ziel erreicht, der Kampf gekämpft, der Lauf vollendet, die Krone errungen.
„Du bist über wenigem treu gewesen!“
Unser ganzes Leben ist ein Übungsfeld im Geringen.
Als Sämänner sehen wir meistens nur kleine Anfänge, die wir nicht geringschätzen sollen! Vgl. Sacharja 4,6
Aber, wer sich im Kleinen bewährt, den wird Jesus in seinem Reich über Vieles setzen!

Der dritte Verwalter vergräbt sein Talent, anstatt zu „handeln“ und gibt es bitter zurück.
Vielleicht fühlte er sich zu kurz gekommen, oder vielleicht war ihm das Anvertraute eine Last, weil er ein falsches Gottesbild hatte …
Wie viele haben Talente und „handeln“ nicht damit, weil es ihnen genügt, selbst gerettet zu sein. Sie singen: „Allein deine Gnade genügt“ und vergessen den zweiten Teil:
„die in meiner Schwachheit Stärke mir gibt“ – Stärke für das, was der Herr von ihnen möchte.
Sie werden leider nie hören: „Gut so, du treuer Knecht, du treue Magd.“
(inspiriert von „Zeit mit Gott“, Diakonissenmutterhaus Aidlingen, 4/2016, S.37-44)

Endzeitlich leben: Teil 1

Was kennzeichnet Christen, die endzeitlich leben?
Sie „handeln“ bis der HERR wiederkommt!
Lesen wir dazu Mt 25,13-30

Wir sind privilegierte, bevollmächtigte Leute. Das wird deutlich in den Worten:
„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Menschen, der außer Land reiste.
Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an.“
Das Wort Knecht bedeutet hier nicht, dass wir Sklaven sind.
Nein, wir sind Bevollmächtigte.
„Knecht“ steht hier für Menschen, die einen Auftrag von Gott haben.
Wir alle, die mit Jesus leben, sind Gottes Beauftragte in einer unheilvollen Welt.
Jesus traut uns etwas zu, und deshalb vertraut er uns viel an.
Dem einen gab er fünf Talente (die damals größte Geldeinheit – umgerechnet in heutige Verhältnisse, weit über eine Million Euro), dem anderen zwei, dem dritten ein Talent, jedem nach seinen Fähigkeiten, und dann reiste er außer Land.

Jesus hat uns Lehrer und Erzieher sehr viel anvertraut:
Unsre Kinder – die zukünftige Generation!!!
Er hat uns sein Wort anvertraut, die gute Nachricht, dass er der Retter der Welt ist.
(vgl. AG 4,12; 1.Tim 2,4).
Dieser Schatz soll nicht verborgen bleiben, sondern ausgeteilt, weitergesagt werden.
Wir „handeln“ mit seinem Wort,
wenn wir z.B. ein kleines Kärtchen oder ein christlicher Kalender weitergeben,
wenn wir mit Menschen ins Gespräch kommen,
wenn wir ein ermutigendes Wort weitersagen, …
wenn wir selber ein lebendiger Brief Christi sind (vgl. 2.Kor 3,2+3)

Jesus überfordert uns nicht!
Er vertraute ihnen sein Vermögen an, so wie es ihren Fähigkeiten entsprach.
Nicht jeder muss fünf Talente stemmen – Jesus geht es um die Treue.

Was bedeutet das für mich?
Muss ich tatsächlich ein ganzes Deputat unterrichten? Weniger kann mehr sein!
Sind die Aufgaben, die ich noch zusätzlich in der Gemeinde, Schule … übernehme,
mir tatsächlich von Jesus aufgebürdet? Seine Last ist leicht und passend für mich.

Die besinnliche Adventszeit könnte dazu dienen, darüber nachzudenken und für das kommende Jahr Weichen neu zu stellen.
Falls deine Adventszeit nicht besinnlich ist, wäre es umso wichtiger …

Fortsetzung: Nächsten Mittwoch Morgen :-)

Die „H. Weber oHG“ (ohne Heiliger Geist)

Impuls am Buß- und Bettag nicht nur für BWL-Lehrer

Lehrer: Wer weiß, was wir heute (16.11.16) für einen Tag haben?
Lehrer: Bis 1994 war dieser Tag noch ein Feiertag und schulfrei
Buß- und Bettag! (immer der Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag)

Lehrer: Was denkt ihr ist die größte Gefahr in der heutigen Welt?
Mögliche Antworten:  Klimakatastrophe, atomare Bedrohung, Terrorismus …

Lehrer: Die Sünde!!!
„Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber die Sünde ist der Menschen Verderben.“
Sprüche 14,34  (Heutige Losung)

Sünde trennt mich von meinem Schöpfer
Folge: Ich hab keine Funkverbindung mehr zu Gott
Was nützt mir das beste Handy, wenn ich keine Simkarte oder keine Verbindung habe?

Sünde wird in der heutigen Zeit verharmlost, reduziert auf ein Zuviel an Kalorien:
Bsp.: Werbung für Süßstoff: „Süßen ohne Sünde“

Buße dagegen wird verteufelt:
„Das mußt du mir büßen“  –  Buße als Ausspruch fürs Rachenehmen.
Und wer bekommt schon gerne einen Bußgeldbescheid?

In Wirklichkeit ist Buße eine sehr positive und erfreuliche Sache:
Buße bedeutet in Wirklichkeit: Metanoia = Sinnesänderung, Umkehr, Umdenken
Buße ist Umkehren vom falschen Weg zurück auf den richtigen Weg.
Umkehren von einem selbstbestimmten Leben zu einem Leben mit Gott.

Die meisten Menschen kehren leider erst um, wenn es schon fast zu spät ist
z.B.: nach einem Herzinfarkt, Burnout…
Die Klugen lassen es gar nicht erst so weit kommen.

Ich war auch nicht immer klug und hab leider auch eine Sackgasse in meinem Leben gebraucht:
Die H. Weber OHG (Ohne Heiliger Geist) war vor 30 Jahren pleite
Zuviel schlechte Geschäfte…

Zum Glück hab ich damals den Großinverstor J.C. kennengelernt
Auf meine Bitte hin, ist Er bei mir eingestiegen.

Wir haben eine GmbH gegründet (eine Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung)
Er hat alle meine Schulden bezahlt und wurde mein oberster Boss.

Ich hatte anfangs befürchtet, dass ich nichts mehr zu sagen hätte in meinem Laden…
Aber dem war gar nicht so, im Gegenteil:
Er wollte, dass ich Geschäftsführer bleibe!
Er wollte nur, dass ich in Zukunft möglichst alle Geschäfte mit IHM abspreche.

Ich war einverstanden und so vereinbarten wir Gesamtgeschäftsführung und Gesamtvertretung, d.h.
Ich kann nun keine wirksamen Geschäfte ohne IHN abschließen,
und ER auch nicht.
ER tut nichts ohne mein Einverständnis.
Nur wenn ich IHN bitte mir zu raten oder helfen, handelt er.

Jeden Tag machen wir morgens ein Geschäftsführertreffen und sprechen alle wesentlichen Dinge des Tages durch …  und ER hat echt Ahnung von der Materie.

Für kleine Entscheidungen des Tages hat er mir sogar eine Online-Verbindung über
„holy ghost“ eingerichtet.

Seit dieser Zeit laufen unsere Geschäfte himmlisch.

Außer, ich mach mal wieder Alleingänge oder gerate in dunkle Geschäfte,
was leider ab und zu immer noch vorkommt.
Das gefällt IHM natürlich gar nicht, was ich auch verstehen kann,
denn schließlich hängt ER ja bei mir jetzt auch mit drin und haftet voll mit.

Zum Glück ist er sehr geduldig mit mir und meinen Fehlern.
Er ist überhaupt nicht nachtagend, und schenkt mir jeden Tag einen neuen Anfang.
Also ich würde mir das von IHM nicht gefallen gelassen.
Aber auf IHN kann ich mich – Gott sei Dank  –  100%  verlassen

Also ich kann J.C. als Retter nicht nur in Finanznöten, Freund und Geschäftspartner nur wärmstens weiterempfehlen…

Gott leidenschaftlich suchen

Vor mir liegen einige weitere Unterrichtsstunden, die ich vorbereiten,
oder die ich halten soll. Ich stehe jeden Tag neu vor der Entscheidung:
Entweder gehe ich das irgendwie aus meiner eigenen Kraft / Erfahrung heraus allein an,
oder
ich mache mich zuerst von Herzen und mit voller Aufmerksamkeit auf die Gottessuche,
auf den Weg in die Gegenwart Gottes.
Ich treffe die Entscheidung, mit allem was ich habe, ihm entgegenzulaufen,
nach ihm Ausschau zu halten.
Ein religiöser Akt, eine Gewohnheit reichen dazu meistens nicht aus.
Sie führen mich nicht zu Ihm.
Um Gott zu finden braucht es meine ganze Kraft, mein ganzes Herz, meine beste Zeit.

Machen wir uns nichts vor, es geht um Verzicht, denn unsere Tage sind randvoll.
Verzicht, um etwas viel Besseres zu gewinnen!

Verliebte sind da sehr kreativ, um Zeit füreinander zu finden.
Das gilt auch für Gott, der ja auch in uns verliebt ist und höchstes Interesse daran hat,
Zeit mit uns zu verbringen,
wenn, ja wenn ich das wirklich von Herzen auch will.
Bsp.:
In dem Schuljahr als es mir Gott neu aufs Herz gelegt hatte, mehr Zeit mit ihm zu verbringen, Ihn zuerst zu suchen, hatte ich immer erst zur dritten Stunde Unterricht :-)

Gott ist da sehr kreativ und er hat alle Möglichkeiten des Universums mir Zeit zu verschaffen, wenn er sieht, dass ich das wirklich von Herzen suche und will.
Lass es auf einen Versuch ankommen, wage diesen Glaubensschritt!

Verliebten macht es nichts aus auf Hobbys, Schlaf, ausgiebige Mahlzeiten, Perfektion der Arbeit … zu verzichten, um mehr Zeit mit dem Geliebten zu verbringen.
Es lohnt sich für sie !!!
„Sie leben sprichwörtlich von Luft (Geist) und Liebe.“

Gott fordert uns in seinem Wort an vielen Stellen heraus, ihn immer wieder neu zu suchen:
„… denn wer Gott naht muss glauben, dass er ist/existiert und denen, die ihn suchen ein Belohner sein wird.“  Heb 11,6
„… sucht ( immer wieder = Präsens) und ihr werdet finden; klopft (immer wieder neu an), und es wird euch geöffnet werden!“ Lukas 11,9
“ Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen. Das verspreche ich euch.“
Jeremia 29, 13-14a

Ohne Suchen gibt es kein Finden!
Je wichtiger mir etwas ist, umso mehr werde ich es suchen.
Neulich habe ich eine Kontaktlinse morgens im Bad verloren.
Ich habe sie gesucht bis ich sie wiedergefundene hatte, denn ohne Kontaktlinsen bin ich blind.
Jesus verließ 99 Schafe um EIN Verlorenes zu finden.

Ohne Suchen gibt es kein Finden. Und wenn wir Gott nicht finden, entdecken, erkennen, werden wir keine Leidenschaft für ihn entwickeln, denn Leidenschaft für ihn entsteht in seiner Gegenwart.
Ich suche Ihn mittlerweile leidenschaftlich, weil ich ihn finden muss !!!

Es gibt eine sehr schöne Stelle im Hohelied, die das beschreibt:
Eines Nachts wird dass Hirtenmädchen Sulamith von großer Sehnsucht nach ihrem Geliebten ergriffen. Sie liegt wach und kann an nichts anderes mehr denken als an ihn. Irgendwann hält sie es in ihrem Bett nicht mehr aus und trifft eine riskante Entscheidung:
Obwohl es für ein junges hübsches Mädchen wie sie sehr gefährlich ist, nachts durch die schlafende Stadt zu gehen, macht sie sich auf die Suche nach ihm. Ihre Leidenschaft ist größer, als jede Gefahr es sein könnte.
Ihr höchstes Verlangen gilt ihm, den ihre Seele so sehr liebt und dessen Liebe so einzigartig ist. Sie muss ihn finden:
„Ich will ausgehen, die Stadt durchstreifen, durch die Gassen und über die Plätze laufen. Meinen Liebsten muss ich finden!“  Hohelied 3,1-2

Sulamith – sie steht allegorisch für die Braut Christi, die Gemeinde –
liebt ihren Herrn so leidenschaftlich, dass sie sich mit dem Wissen über ihn nicht zufrieden gibt, sondern ihm unbedingt begegnen muss!!!
Und als sie ihn gefunden hat, ruft sie: „Ich lass dich nicht mehr los!“

Ja, es wird uns Zeit und Kraft kosten, und manchmal wird es dunkel und gefährlich sein. Manchmal werden wir uns vielleicht sogar verlaufen, oder ins Stolpern kommen …
Und wir dürfen in unserer Verzweiflung bei der Gottsuche auch mal rufen:
„Hänschen pieps einmal!“ (Ein Suchspiel, das wir als Kinder oft gespielt haben; bei dem man, wenn man so gar keine Motivation mehr hatte weiterzusuchen, diesen Satz gerufen hat und dann hat der andere aus seinem Versteck gepiepst und man hatte neu die Gewissheit, er ist noch da und man hatte wieder neu Hoffnung geschöpft, ihn zu finden )

Gott versteckt sich manchmal, um unsere Suche und Leidenschaft nur noch mehr anzufachen, aber über kurz oder lang wird er sich finden lassen.
Er liebt es sich von uns finden zu lassen. Er liebt es sich zu offenbaren.
Und dann werden wir auch ausrufen:
„Ich lass dich nicht mehr los!“

(Inspiriert von Rainer Harter: „Brannte nicht unser Herz?“ S.52 ff)