Ermutigung zum Schulstart (in BW)

„Ich, der HERR, behüte den Weinberg und begieße ihn immer wieder.
Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten.“

Jesaja 27,3   (Losung zum Mo 12.9.16)

Was für eine Ermutigung zum ersten Schultag (in BW) für alle Lehrer, die sich in ihren Klassen als Arbeiter im Weinberg fühlen !!!
Warum es für mich ein Rhema ist, will ich kurz schildern:
Im letzten Schuljahr, als sich mal wieder die Herausforderungen des Schulalltags
(z.B. jeden Schüler/Kollegen zu sehen und ihm Aufmerksamkeit zu schenken, die Schüler zu ermutigen, ihnen den Weg zum wahren Leben zu zeigen …)
zu einem gefühlten Berg aufgetürmt hatten, stellte mir Gott einige Fragen:

„Wie oft siehst du Arbeiter in diesem Weinberg?“
Ich saß in meinem Zeit-mit-Gott-Sessel, blickte auf den Weinberg (wir wohnen im Rebland)  und fing (als Mathelehrerin) sofort an zu rechnen. Also nachts, frühmorgens, Sonn- und Feiertags und im Winter sind keine Arbeiter im Weinberg. Nur punktuell im Frühjahr, um die Reben zu „erziehen“ und Unkraut zu entfernen. Im Sommer ab und zu ein Arbeiter, der zwischen den Reben mäht, spritzt, oder Triebe kürzt. Ja und dann im Herbst, da sind einige Arbeiter zu sehen, die die Trauben lesen…
Ich überschlage und komme – sehr großzügig aufgerundet – gerade mal auf 5-10% der Jahreszeit.

Nächste Frage: „Und was geschieht in der restlichen Zeit?“
Sonne, Regen, Winter- und Nachtruhe, Wind, der Boden …  sorgen dafür,
dass eine gute Ernte entsteht.

Nächste Frage: „Was schließt du daraus?“
Ok, ich verstehe. Du, mein Vater im Himmel, machst den weitaus größten Teil !
Was für eine Entlastung!  Ich, der Lehrer, achte darauf, dass ich zur rechten Zeit meinen bescheidenen Teil dazu beitrage und das Richtige sage oder tue. Ich arbeite nur punktuell.
Um aber zur rechten Zeit „da zu sein“, brauche ich eins:
Die Verbundenheit mit Jesu. Das soll meine größte Sorge sein.

Und so saß ich am ersten Schultag am 12.9.16 frühmorgens wieder in meinem Zeit-mit-Gott-Sessel und breitete meine Sorge vor Gott aus:
In meiner 12er, in der Klasse in der ich Tutor bin, habe ich jetzt 30 Schüler,
fünf neue Schüler – mit einer nicht einfachen Vorgeschichte – habe ich noch dazubekommen. Wie soll ich da jedem Schüler gerecht werden, abgesehen von den siebzig anderen Schülern und den vierzig Kollegen ???

Und da las ich die Tageslosung:
„Ich, der HERR, behüte den Weinberg und begieße ihn immer wieder.
Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten.“

Jesaja 27,3

„Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“
Johannes 15,8

„Güldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf der Kirche Feld:
Lass Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt,
und verleih, dass es gedeih, hundertfältig Früchte bringe, alles ihm gelinge.
(Benjamin Schmolck)

Welch ein Glück, dass meine noch „größere Sorge“: Zeit mit Jesus vor der Arbeit war.
Ich hätte das persönliche, ermutigende, liebevolle Reden Gottes verpasst.

Beate Weber

„Du bist mein(e) Geliebte(r)“

„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“ Mt 3,17
Jesus hört diese Worte aus dem Himmel, noch bevor er ein einziges Wunder getan oder eine Predigt gehalten hatte.
Diese Worte geben ihm die Widerstandskraft bei der folgenden Versuchung in der Wüste (Mt 4, 1-11) und in den Konflikten mit den Widersachern.
Sie geben ihm die notwendige Identität, um seine Berufung zu leben.

Unser himmlischer Vater ist genauso stolz und erfreut über dich und mich.
Dieses Wohlgefallen liegt aber nicht in dem begründet, was wir für ihn tun,
sondern wer wir für ihn sind:
Wir sind seine einmaligen, geliebten Töchter und Söhne!
Er hat uns mit Liebe und viel Kreativität originell erdacht und erschaffen.
Er freut sich daran, dass wir ihn Papa nennen und gerne und absichtslos zu ihm kuscheln, uns bei ihm wohl und geborgen fühlen und geliebt wissen.

Wir können nur lieben, wenn wir uns genügend von IHM geliebt wissen.
Wir dienen ihm an der Stelle, wo er uns hingestellt hat,
weil wir sehr von ihm geliebt sind und NICHT,
um von ihm geliebt zu werden.


„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.
“ Mt 17,5
Jesus hört die gleichen Worte noch einmal später auf dem Berg der Verklärung.
Mittlerweile hat er viel Gutes getan, aber das ändert nichts an den Worten
und der Liebe des Vaters. Er hat seinen Sohn ja von je her geliebt.

Trotzdem haben Jesus und wir es notwendig, es immer wieder neu zu hören.
Manchmal muss man sich dazu die Mühe machen, auf den Berg zu steigen,
oder zu radeln :-)
um unsere Seele überfließend mit dieser Gewissheit zu füllen.

„… im Bewusstsein, dass der Vater ihm alles in die Hände gegeben und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hingehe ..“ wusch Jesus die Füße der Jünger
vgl. Joh 13,3ff
Jesus wusste, wer er ist und dass er alles hat, was er zu seiner Berufung braucht.
Jesus wusste, wo er herkommt und auf welches herrliche Ziel er zugeht.
Nur mit dieser Gewissheit seiner Identität, Berufung und Vollmacht
konnte Jesus den Menschen dienen und gehorsam sein bis zum Tod am Kreuz.

Liebe ErzieherInnen und Lehrerinnen,
Mit dieser Gewissheit im Herzen dürfen auch wir jeden Morgen neu
mit ihm an unserer Seite in unsere Schule aufbrechen.

Für das neue Schuljahr (für manche hat es ja schon etwas länger begonnen)
darf ich euch ein Wort vom Vater weitergeben:
„Mein Kind, wenn ich dich da vorne vor den Kindern und Schülern stehen sehe,
in deinem Bemühen, die Menschen, die ich dir anvertraut habe,
in meine Gegenwart zu locken und zu lieben,
erinnerst du mich an meinen Sohn Jesus.

Ich bin stolz auf dich!“

Begegnung mit „Ehemaligen“

„Hallo Herr Weber“ hörte ich es letzte Woche bei meiner Heimfahrt von der Schule rufen.
Ein junger Mann – ebenfalls mit dem Mountain Bike unterwegs – winkte mir lächelnd zu.
Ich drehte um und fuhr zu ihm hin.
„Herr Weber, kennen Sie mich noch?
Klar, das Gesicht und die Stimme des ehemaligen Schülers erkannte ich, aber sein Name wollte mir trotz einiger Stoßgebete einfach nicht mehr einfallen.
Er war vor sechs Jahren in meiner Abi-Klasse und war sichtlich erfreut mich wieder zu treffen …
Nach einigen Minuten Smalltalk über die tolle Zeit in der Schule, seine Ausbildung + Studium und unser gemeinsames Hobby Fitness, stelle ich ihm meine obligatorische Frage an Ehemalige, die ich „zufällig“ treffe:
„Weißt du noch, was ich dir damals über Jesus erzählt habe?“
Ich wusste es nicht mehr, aber er schon :-)
Er meinte, er wäre damals noch zu unreif gewesen, um über solch wichtige Themen nachzudenken, aber durch eine Beziehung zu einem frommen Mädchen hätte er sich jetzt dem Thema Glaube/Gott geöffnet.
Wir tauschten unsere Email-Adressen aus und schon am nächsten Tag bekam ich ein Mail von ihm, ob ich Zeit hätte, mich mit ihm und einem weiteren ehemaligen Klassenkameraden für ein „tiefsinniges“ Gespräch zu treffen…

Was für ein schönes Hoffnungszeichen für die Ferien !!!

Jedes Gebet ist ein Samenkorn, das in den Boden gelegt wird. Es verschwindet für eine gewisse Zeit, aber irgendwann bringt es Frucht, durch die die nächsten Generationen gesegnet werden.
Gottes Wort kehrt niemals ohne Frucht zurück (vgl. Jesaja 55,11)
und auch unsere Gebete tun das nicht, wenn wir nach Gottes Wort und Willen beten.
Der Herr wacht über sein Wort, um es zu seiner Zeit auszuführen. (vgl. Jeremia 1,12)

Im Gebet können wir Menschen „anreichern“ mit Segen und es kommt der Zeitpunkt,
wo die „Kritische Masse“ erreicht wird und es geschieht eine geistliche Kettenreaktion …

Göttlicher Fahrradengel :-)

Das Grundmuster unseres westlichen Lebensstils ist die Leistungsorientierung.
Wir fühlen uns nur dann gut, wertvoll und bestätigt, wenn wir etwas können, erfolgreich sind, etwas geschafft, etwas „abgehakt“ haben.
Nicht wenige bedürfen einer schweren gesundheitlichen Krise, einer Erschöpfungsdepression oder familiäres Scheitern, um zu erkennen, dass sie zu Getriebenen zu Götzendienern ihrer eigenen Werke geworden sind.
Eigentlich sollte ich es schon tief verinnerlicht haben:
Ich suche nicht die Bestätigung meiner Gotteskindschaft, indem ich versuche aus mir heraus etwas Großartiges zu vollbringen, sondern ich bin berufen in den individuellen auf meine Gaben und Umstände perfekt abgestimmten Werken zu wandeln, die Gott für mich in seiner Weisheit und Liebe vorbereitet hat. (vgl. Eph. 2,10)
Ich brauche nur genau den Guten Lauf zu laufen, den er für mich vorgesehen hat.
(vgl. 2.Tim 4,7)
Unsere eigenen Wege und Werke erzeugen meistens nur Stress, Erschöpfung, Chaos, …
Das Wichtigste ist, Gottes „just in time“ vorbereiteten Werke zu erkennen,
den Laufweg im Dschungel des Alltags zu finden und Gott weiß am besten, welches Tempo für meinen persönlichen Marathon gut für mich ist …

Das geht aber nur in einer ganz engen Beziehung, wenn ich mich sozusagen bewusst permanent an IHN den Weinstock hänge.

Letzten Dienstag fuhr ich mit meinem MB in die Schule.
Ich war im inneren Dialog mit meinem besten Freund, dem HLG.
Ich haderte mit ihm, warum ich auf bestimmte Gebetsanliegen – das RG betreffend – schon so lange warten muss:
„Ja Herr ich weiß, dass du den perfekten Zeitpunkt kennst, aber es fällt mir trotzdem so schwer zu warten, weiterzubeten und darauf zu vertrauen …“
Da erteilte mir der HLG eine eindrucksvolle Lektion in Sachen Göttlichen Timings:
Ich beobachtete von Weitem vor mir auf meinem Fahrradweg ein junges streitendes Pärchen. Ich fuhr mit ca. 25 km/h genau auf sie zu.
„Herr, was hast du da vor, was soll ich tun.“
Er schimpfte wild gestikulierend auf sie ein, sie war völlig aufgelöst.
Er wandte sich von ihr ab und lies sie stehen, drehte sich aber  noch mal um und ging auf sie zu, bereit zum nächsten Akt des Streites. …
Sie hatten mich bisher überhaupt nicht wahrgenommen.
Genau In dem Moment, als er wieder zum Schimpfen ausholte, und sie sich in einer provozierenden Abwehrhaltung aufgebaut hatte, fuhr ich an den beiden vorbei.
Ich hatte nur  ein Zeitfenster von zwei, höchstens drei Sekunden
und Ich hörte mich laut und auffordernd drei Worte sagen:
„Versöhnt euch wieder!“
Dann war ich auch schon an ihnen vorbeigefahren.
20 Meter weiter drehte ich mich noch mal nach den beiden um und bemerkte,
wie sie verdutzt, sprachlos, ertappt und dankbar lächelnd hinter mir her sahen …

Ich deutete lächelnd mit meinem Zeigefinger In den Himmel und war mir in dem Moment sicher, dass sie glaubten einem göttlichen Fahrradengel begegnet zu sein :-)))

Für mich war diese Begegnung auch eine direkte Antwort auf die Fragen im Zwiegespräch mit dem HLG einige Minuten zuvor.
Ich war auf die Sekunde genau im richtigen Moment an der richtigen Stelle, erkannte die göttliche Gelegenheit und sprach die richtigen drei Worte.
Das heißt es in den guten Werken zu wandeln, die er vorbereitet hatte,
und zwar auf die Sekunde genau.
„Hartmut, vertraust du mir bitte, dass ich in den anderen noch offenen Fragen auch den perfekten Zeitpunkt kenne!“

Dankbar fuhr ich meinen Weg mit Freuden weiter :-)

Kleine Ursache – große Wirkung

10.7.2016 Finale der Fußball-EM: Frankreich gegen Portugal
In der 92. Minute hatte der für Giroud eingewechselte André-Pierre Gignac die Entscheidung auf dem Fuß. Aber der Angreifer schoss den Ball aus kurzer Distanz gegen den rechten Innenpfosten des portugiesischen Tores.
In der Folge gewann Portugal in der Verlängerung und wurde erstmals Europameister.
Nur EIN Zentimeter weiter rechts und 60 Mio Franzosen hätten ihre Helden bejubelt,
statt dessen feierten 10 Mio Portugiesen einen historischen Triumph …

Im Sport entscheidet manchmal nur eine Winzigkeit zwischen Sieg oder Niederlage, zwischen Heldentum oder bodenloser Niedergeschlagenheit.
EIN Zentimeter kann den Unterschied ausmachen!

Ist es im wirklichen Leben nicht auch so,
dass manchmal nur ein kleines falsches oder richtiges Wort,
eine kleine Unachtsamkeit oder Aufmerksamkeit,

sehr große Auswirkungen in beide Richtungen haben kann?

Gebet kann diesen kleinen aber entscheidenen Unterschied ausmachen,
ob sich eine Situation in die eine oder andere Richtung dreht …

Im Gebet hat Gott dem Menschen Verantwortung und Würde gegeben, Ursache zu sein.
Im Gebet eröffnet sich ein Raum, der Gott zu handeln erlaubt, ohne die menschliche Freiheit zu verletzen.

Denke nicht: „Was kann mein kleines Gebet schon bewirken?“
DEIN Gebet kann den Unterschied machen!
ob geistlicher Sieg oder Niederlage
ob Versklavung oder Befreiung
ob Versöhnung oder Streit
ob Heilung oder Krankheit
ob Fruchtbarkeit oder Dürre
ob Segen oder Fluch
ob Rettung oder Verlorenheit