Heilige Gemeinschaft

„Einfache Leute können enorme Kraft entwickeln, wenn sie einander zugehören.
Wie jeder weiß, ist es sehr schwierig, ein Feuer aus nur einem einzigen Holzscheit zu entzünden – selbst wenn es ein großer kräftiger Holzscheit ist.
Dagegen bilden mehrere kleine schlechte Scheite ein wunderbares Feuer,
wenn sie zusammen bleiben.“  Elton Trueblood

Gedanken zur heiligen Gemeinschaft eines LehrerGebetsKreises (LGK):

Lehrer*, die sich sowohl ihres Mangels bewusst sind,
als auch ihres Einflusses im Bitten und Flehen als geliebte Töchter und Söhne,
die um der Größe ihrer missionalen Berufung und Vision an ihrer Schule* wissen,
die zusammenkommen, weil sie schwach sind
und wieder auseinandergehen, um jeder mit seiner Gabe zu dienen,
weil ihre Einheit miteinander und mit Christus
sie inspiriert, mutig und leidenschaftlich gemacht hat.

Sie öffnen einander nicht nur ihre Türen, sondern auch ihre Herzen,
da wo Träume, Ängste, Berufungen, Zweifel und Unsicherheiten zu Hause sind.

Sie suchen gemeinsam nach dem Willen Gottes für ihre Schüler und Schulen,
ermutigen und bestätigen einander, wenn sie den Geist Gottes am Werk sehen.

Sie ermutigen sich dazu,
so eng wie möglich mit dem Weinstock Jesus verbunden zu bleiben
und gehen mit dem Heiligen Geist an die Schulen,
um mit IHM zusammen zu suchen und zu finden, was verloren ist.

Unter „Lehrer“ verstehen wir auch alle Lehramtsstudentinnen, Lehrerinnen, Erzieherinnen, Pädagoginnen, Schulsozialarbeiterinnen, Lerntherapeutinnen …
an allen Kindertagesstätten, Kindergärten, Schule, Heimen, Unis, …
Der Einfachheit halber reden wir von Schulen und Lehrern und meinen damit alle oben Genannten und noch mehr.

Der kleine Esel (Fabel zum Palmsonntag)

Hmmm…  eigentlich war ich mit meiner Lage gar nicht unzufrieden. Zwar war ich angebunden, aber neben mir war ja meine Mama. Da konnte ich ja noch trinken und Futter hatte uns unser Herr auch hingestellt.
Stinklangweilig war es schon, so am gleichen Fleck zu stehen und wenn ich weiter drüben die grüne Wiese sah, die jetzt im Frühling, wieder voller Blumen war, wär ich doch gerne dort herumgetollt. Menschen schlenderten durch die Gasse, die einen gemütlich, die anderen gehetzt, ein fröhliches Treiben.

Da kommen junge Männer daher. Sie bleiben bei mir stehen und lösen den Strick ab.
„Was wird hier gespielt?“ fragte ein Nachbar.
„Der Meister braucht ihn“, war die Antwort.
Ja, wo war denn mein Herr? Er sagte kein Wort dazu.

Die jungen Männer brachten mich zu einem Mann, den sie Jesus nannten, der versuchte sich auf meinen Rücken zu setzen. Das hätte er wohl besser nicht getan! Mit allen Mitteln versuchte ich erst einmal den Reiter loszuwerden…
Vor Meisters Peitsche hatte ich panische Angst. Aber die schien Jesus vergessen zu haben. Vielmehr flüsterte er mir sanfte Worte ins Ohr und brachte mich so dazu, ihn in die Stadt hinein zu tragen.
War da ein Tumult:
Palmzweige und gar Kleider legten die Menschen auf den Boden.
Und dann ging ein Jubel los …
und ich? Ich durfte Jesus zu diesen Menschen hintragen!!!
Und niemals mehr möchte ich zu dem alten Schinder zurückkehren, sondern bei Jesus bleiben.

Doch wie schon so oft erstaunten mich die Menschen.
Da jubelten sie ihrem König zu. Doch wenige Tage später wurde meinem neuen Herrn der Prozess gemacht. Er habe sich ungebührlich benommen munkelte man. Eine Peitsche soll er genommen haben und habe im Tempel rumgetobt. Den Geldwechslern hat er die Tische umgestoßen und alle Tauben fliegen lassen.
Komisch, zu mir war er die Güte selbst …

So schlich ich durch die Gassen. Ich wollte wissen, was hier gespielt wurde.
„Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!“ brüllte der Mob.
Es waren dieselben Leute, die ihren König bejubelt hatten.
Schon komisch, die Menschen: Als Lachnummer auf einem Esel hieß man ihn als König willkommen. Aber herrschen sollte er keineswegs.
Und das soll ich Esel begreifen?

Soweit, die Geschichte aus der Sicht des Esels …

Aber geht es mir nicht ähnlich?
Jünger Jesu banden mich los und brachten mich zu ihm. Und da war es nicht die teuflische Peitsche,
es waren Worte der Liebe, die mich dazu brachten, mit Jesus weiterzugehen.

Die Frage ist nun:
Geritten wirst Du, aber von wem?
Reitet Dich Satan, wirst Du von ihm zu Tode geritten!
Lässt du Dich aber lösen und zu Jesus führen, wird er dich sanft ans Ziel bringen und du wirst IHN zu den Menschen tragen.
Was wollen wir zulassen?
Mit Jesus kommst Du ans Ziel!

One Way – Jesus

Warum war das Kreuz nötig?
An Gott kann ich glauben, aber das mit Jesus geht mir zu weit.“
Das hat mir jemand gesagt, mit dem ich über meinen Glauben gesprochen habe.
Und ich bin sicher, dass es vielen so geht. Sie sind irgendwie religiös, finden den Gedanken an Gott gut und beruhigend,
Aber wenn sie ganz persönlich auf Jesus und das, was er behauptet hat, angesprochen werden, gehen sie auf Distanz, „ärgern“, stoßen sie sich an ihm.

Ist Jesus der einzige Weg zu Gott?
Warum ist Jesus so wichtig?
In der Bibel lesen wir, dass er viele Menschen begeistert hat. Sie waren fasziniert, von dem was er sagte. Keiner der damaligen Theologen konnte es mit seiner Weisheit aufnehmen. Seine Worte, die viele verändert haben, wurden durch Wunder verstärkt. Da gibt es Geschichten über Brotvermehrungen, viele Heilungen und sogar Auferweckung von Toten.

Jesu hat außerdem behauptet, dass alles, was er sagt und tut, direkt von Gott kommt. Jesus sagte, dass er und der Vater im Himmel ein und derselbe sind (Joh 10,30).
Und auch, dass niemand zu diesem Vater kommen kann, ohne ihn.
Dass er, Jesus, der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Joh 14,6).
Aber kann das wahr sein?

Hatte Jesus Recht?
C.S. Lewis, den du vielleicht als Autor der Narnie-Bücher kennst, hat sich diese Frage auch gestellt. Er erklärt es so: Wenn Jesus sagt, dass er Gott ist, dann ist er entweder ein Lügner, ein Geisteskranker oder tatsächlich Gott. Es gibt nur diese drei Möglichkeiten.

Falls er sich alles ausgedacht hat, also gelogen hat, was war der Grund dafür? Es hat ihm weder Macht noch Reichtum oder sonst irgendein Vorteil gebracht.
Im Gegenteil: Er wurde beschimpft, verfolgt, misshandelt und schließlich getötet.
Würdest du für eine Lüge sterben wollen?

Wenn er geisteskrank war (also nicht absichtlich gelogen hat), wie konnte er dann über eine so lange Zeit zu verschiedenen Menschen (darunter gebildete Theologen) so wahre und kluge Worte reden? Die Bibel berichtet, dass die Priester nicht mehr wussten, was sie gegen ihn sagen sollten. Wie konnte er sich so brillante Gleichnisse ausdenken?
Und was war mit den Wundern?
Ist am Ende doch alles wahr, was er sagte? …

Warum ist Jesus am Kreuz gestorben?
„Wenn Gott Vergebung schenken möchte, warum tut er das dann nicht einfach?
Warum muss dazu Jesus einen so grausamen Tod sterben?“
Das sind echt spannende Fragen.

In der Bibel wird erklärt, dass wir Menschen ein grundlegendes Problem haben. Wir sind von Gott erschaffen, um in seiner Liebe zu leben. Aber das tun wir nicht. Wir entfernen in unseren Gedanken und in unserem Verhalten immer wieder von ihm. Das tut zum einen Gott selbst weh und zum anderen tun wir uns damit gegenseitig weh. Wir verlassen die Quelle der Liebe und scheitern in unseren Beziehungen…
So zu leben, als wäre Gott nicht wichtig, führt dazu, dass wir Fehler machen und schuldig werden. Unser Leben verfehlt seine eigentliche Bestimmung, wir leben getrennt von Gott. Das nennt die Bibel Sünde.

Sicher hast du das auch schon erlebt: Wenn man tief in Ärger und Streit steckt, fällt es schwer, auf den anderen zuzugehen. Und wie schwer ist das dann erst bei schlimmen Verbrechen, die man nicht mehr rückgängig machen kann? Und wie sehr leidet Gott darunter? Wir brauchen also Hilfe, um bereuen zu können und um vergeben zu können. Wir brauchen jemanden, den den Schaden wirklich beheben und uns trösten kann.

Am Kreuz, wo Jesus starb, trifft das alles zusammen. Hier sagt Gott: „Ich selbst ertrage und erleide diese ganze Schuld. Ich nehme deine Schuld und die Schuld aller anderen auf mich, unter der du leidest.“ Das Kreuz ist der Ort, an dem Jesus freiwillig gestorben ist, um uns zur Vergebung zu führen. Hier sehen wir, wozu Schuld führt. So schlimm ist Sünde. Und so wichtig ist Liebe und Vergebung. Um uns den Wert des Lebens und der Vergebung zu zeigen, macht Gott auch hier den ersten Schritt. Der Blick auf das Kreuz soll uns zeigen, wie wichtig es Gott ist, dass wir mit ihm zusammen leben. So sehr liebt er jeden einzelnen, dass es das alles wert war!

Die Bibel erklärt nicht wie genau durch den Tod von Jesus Vergebung der Sünde geschieht, aber sie bezeugt, dass es so ist. Hätte es nicht auch einen anderen Weg gegeben? Scheinbar nicht.

Zum Blick auf das Kreuz muss der Blick auf das leere Grab kommen. Denn Jesus ist nicht tot geblieben, sondern wieder auferweckt worden. So können wir, wenn wir Vergebung bei Gott suchen, ein neues Leben beginnen. Ewiges Leben, das dazu führt, dass auch wir nach dem Tod auferweckt werden, um ewig mit Gott zu leben. Das gibt es nur bei Jesus. Er ist der Weg zu Gott.

Christian Günzel

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Weitere sehr gute Artikel rund um den christlichen Glauben
findet ihr auf der neuen Homepage: begründet glauben
vom Institut für Glaube und Wissenschaft

Es ist eine Plattform für einen konstruktiven Dialog zwischen Wissenschaft, Weltanschauungen und dem christlichen Glauben.
und bietet gerade für Oberstufenlehrer sehr gute Materialien
nach Schwierigkeitsgrad sortiert:
a) Einsteiger (grundlegende Erstinformationen)
b) Fortgeschrittene (allgemeinverständliche Fachvorträge)
c) Experte (von Wissenschaftlern für Wissenschaftler)

Fastenzeit in fetten Landen. Teil 2

Zum Glück bin ich nicht anfällig für solche Dinge.

Tatsächlich? Schön wär’s. Wenn ich ehrlich bin, würde ich diese kleinen „Glücksinseln“ gerne alle aufsuchen. Und am besten ohne jemanden, der mir dabei über die Schulter schaut.

Nehmen wir zum Beispiel das Essen. Über die Jahre haben sich bei mir, ohne dass ich es gemerkt habe, viele ganz schleichend gekommene Angewohnheiten eingenistet, die auch keine Lust mehr hatten, zu gehen. Wenn ich eine Packung Chips geöffnet hatte, konnte ich – so habe ich es als Ausrede allen Leuten erzählt – nicht aufhören, bis sie leer war. Genauso mit Schokolade: das Ende der Tafel war die erste Möglichkeit, aufzuhören, zu essen.

Wer unsere alten LET-Potcasts schon einmal gehört hat, dem wird sicherlich nicht entgangen sein, dass Hartmut mich im Verlauf der Folgen immer wieder „gestichelt“ hat, was mein Körpergewicht anbelangte. 🙂  Zurecht. Ich wog einfach zu viel. Jedes Jahr ein Kilo mehr, ganz unbemerkt – und genauso unaufhaltbar.

Bis zu besagtem ersten Fastenprojekt mit meinem damaligen Relikurs im Jahr 2015. Während der Fastenzeit entschloss ich mich, auf Alkohol und Süßigkeiten zu verzichten und verkündete dies lauthals den Schülern, verbunden mit dem Angebot, dass sie mitmachen könnten. Das Ergebnis auf Schülerseite war wie letzte Woche beschrieben. Und bei mir?

Der Verzicht auf Alkohol war nicht ernsthaft ein Problem. Aber – und damit hatte ich nicht gerechnet – der für meinen Körper unverhoffte Zucker- und Fettentzug durch das Weglassen von Süßigkeiten. In der ersten Woche hatte ich unglaubliche Entzugserscheinungen – die Sehnsucht nach Süßem war ständig da. Aber ich durfte ja nicht schwach werden – was hätte ich sonst meinen Schülern erzählen sollen?

So hielt ich durch. Woche um Woche. Und erlebte eine wundersame Verwandlung. Ich fühlte mich besser und vor allem: die Lust auf Zucker wurde tatsächlich geringer. Das ganze Projekt lief so gut, dass ich es in der Fastenzeit 2016 gleich nochmal wiederholte. Und beim zweiten Mal fiel es mir schon viel leichter als im Jahr zuvor. Und der Langzeiteffekt? Mittlerweile esse ich kaum noch Süßigkeiten und habe in den letzten 2 Jahren 8 Kilo abgenommen. Es geht mir besser und ich fühle mich spürbar leichter.

Die Effekte sind schön und gut. Aber ich weiß, dass hinter dem Verzicht viel mehr steht: Eine bewusste Ausrichtung weg von den ständigen Süßigkeiten als Belohnungs-Spielchen, den Ausflüchten aus dem Alltag zu den kleinen „Sünden“, den kleinen „Essensglücklichmachern“. Weil Gott mich letztlich ruft, dass ich mich in den Situationen, in welchen ich mich nicht gut oder leer fühle, von Ihm füllen lasse, anstatt mich mit Chips vollzustopfen. Dass Er mich ruft, mit ihm zusammen zu sein, wenn ich mich nach Ablenkung und Wohlgeschmack sehne. Schrieb nicht schon David in Psalm 34 (Vers 9), dass wir schmecken und sehen sollen, wie gütig der „Ich bin da“ ist? Denn „glücklich ist der Mensch, der sich bei Ihm birgt.“

Wenn ich meine Alltagsgewohnheiten inmitten der diesjährigen Fastenzeit einer ehrlichen Bestandsaufnahme unterziehe, ergibt sich folgendes, ernüchterndes Fazit: die Ernährung ist nur einer der Bereiche, in welchen ich – und nicht nur in der Fastenzeit – fasten und mein Leben neu ausrichten sollte. Die Jahreslosung der Herrenhuter Brüdergemeinde heißt ja „Gott spricht: ‚Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch'“ (Hesekiel 36, 26).

Das kann ja noch ein spannendes Jahr werden… 🙂

Fastenzeit in fetten Landen. Teil 1

Es ist Fastenzeit.

Nicht auch das noch. Dafür habe wirklich ich keine Zeit – geschweige denn Lust auf Verzicht. Jetzt Gedanken machen darüber, etwas in meinem Leben wegzulassen – weshalb eigentlich?

Vor zwei Jahren habe ich begonnen, meine Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht zu fragen, ob jemand mitmacht, z.B. auf Süßigkeiten oder Alkohol – oder vielleicht sogar das Surfen in sozialen Netzwerken oder das Schauen von Filmen während der Fastenzeit zu verzichten.

Ergebnis: einige Schülerinnen und Schüler wollten mitmachen, auf Alkohol oder Süßigkeiten zu verzichten. Auf soziale Netzwerke oder Filme zu verzichten – keine Frage – war dagegen undenkbar.

Als ich dann im Wochentakt nach dem Erfolg der anfangs ambitionierten Schülerinnen und Schüler fragte, schieden immer mehr und mehr aus dem Fastenprojekt aus, bis zuletzt nur noch ganz wenige übrig blieben, die wirklich geschafft hatten, ihr Verzichtziel zu erreichen.

Überraschend?

Keineswegs. Wir sind in unserer heutigen Welt des Überflusses gar nicht mehr gewöhnt, auf etwas zu verzichten. Weshalb auch? Es ist doch alles in Unmengen vorhanden. Wenn das Eis im Gefrierschrank aus ist, sagt mein 4jähriger Sohn ganz selbstverständlich zu mir: „Papa, kein Problem. Du kannst doch einfach neues kaufen!“ Weshalb sollte ich in unserem Land, in welchem „Milch und Honig fließt“, auf etwas verzichten?

Das Ergebnis: wir stopfen uns mit allem voll, das wir an scheinbaren „Glücklichmachern“ bekommen können, um – und wenn auch ganz, ganz kurz – aus unseren anstrengenden und überstressten Leben auszusteigen. Es gibt doch schon genug, was mich belastet, da darf doch etwas Ablenkung, etwas Süßes oder ein „Mich-kurz-verlieren“ in meiner Lieblingsserie auf Netflix erlaubt sein, oder? Die Schokolade am Schreibtisch oder die Packung Chips auf der Couch. Der schnelle Klick auf meine beliebtesten Webseiten, wann immer ich Zeit dafür finde. Das Anschalten von Musik, sobald es ruhig um mich wird. Das Checken meiner Emails, meiner WhatsApp Nachrichten, des Wetters, der neusten Nachrichten – you name it.

Diese Dinge, die für sich genommen ja durchaus ihr Gutes haben, führen in der Summe dazu, dass plötzlich mein sowieso schon stressiges Leben noch voller, mein Bauch runder, meine Bequemlichkeit höher wird – und das Entfliehen aus meinem eigenen Alltag zur regelmäßigen Angewohnheit, zum alltäglichen Rhythmus verkommt.

All das ist nur allzu verständlich. Wurde unser Herz doch für das Paradies gemacht und nicht für diesen Ort hier zwischen den Welten, wo ich jeden Tag einem Kampf ausgesetzt bin. Da ist es so nachvollziehbar, dass sich mein Herz nach einem Aufatmen sehnt. Die leckere Tafel Schokolade, mein Lieblingscomputerspiel auf dem PC, mein abendliches Surfen auf Shoppingseiten im Internet oder das Champions League Spiel am Abend sind da der Ausweg, wo ich endlich Entspannung finde, bevor später oder morgen mein stressiges Leben weitergeht.

Und das Resultat: Ich verpasse das eigentliche Leben immer mehr. Ganz schleichend Tag für Tag etwas mehr. Und scheinbar unbemerkt entwickelt sich ein Leben, das uns in alledem verwickelt, was uns ablenkt und „Freude“ für den Augenblick schenkt. Und das sanfte Werben Gottes um mein Herz wird immer schwerer zu vernehmen.

Mein Leben spiegelt dann das Leben viel zu vieler Menschen in unserer westlichen Industrie- und Konsumgesellschaft wider – und trennt sich langsam, aber sicher in zwei Bereiche: den anstrengenden Alltag – den Großteil des Lebens – und die vielen kleinen und größeren Ablenkungen und „Glücksinseln“, durch welche ich hoffe, diesem stressigen Dasein zu entfliehen.

Wie weit gefehlt, wenn ich dies vergleiche mit dem Leben, zu welchem Gott mich ruft… (Fortsetzung folgt)