Feuer im Lehrerzimmer

Hallo Hartmut,
wir haben in der Schule was Irres erlebt:
Das Lehrerzimmer brannte am letzten Schultag am Nachmittag vor den Herbstferien.
Unsere Schule ist auf dem neuesten Stand. 3,6 Mio EUR wurden investiert…
Die Mikrowelle hatte – obwohl sie ausgeschaltet war – einen Kurzschluss.
Wir beten übrigens immer im LGK um Schutz und Bewahrung für die Schule usw.
Nachdem die Polizei  da war und wir erfuhren, welches „Glück“ wir hatten, dass das Feuer nicht auf das Gebäude übergegriffen hatte, kam Wochen später ein Handwerker auf mich zu und sagte:
„Ich muss ihnen was erzählen: Wir mussten alles Material was im Lehrerzimmer war entsorgen – außer die Bibeln! Die sind nicht kontaminiert!“
Ich sagte ihm, dass ich mich riesig freue und ich die Religions-Lehrerin sei!
Er war richtig happy und teilte mir mit, dass er es auch nicht übers Herz gebracht hätte diese Kostbarkeiten weg zu werfen … Er sei in der Baptisten Gemeinde groß geworden und wisse um deren Bedeutung.
Dann kam mein Schulleiter um die Ecke und der Handwerker erzählte auch ihm den Vorfall. Unser Schulleiter meinte lachend: „Na, das ist aber ein Zeichen.“

Eine der Bibeln habe ich dann am Montag in meine „Stille Pause“ mitgenommen und den Schülern noch einmal alles erzählt, mit der Aufforderung die Bibel genau anzuschauen und daran zu riechen. Sie war unversehrt!
Nichts, kein rauchiger Geruch, obwohl das Schulgebäude und die Gänge in der Nähe des Lehrerzimmers natürlich auch leicht verrußt rochen!

Ich bin der festen Überzeugung, dass unser Gebet eine Auswirkung hat und Gott uns vor schlimmeren Auswirkungen und Schäden bewahrt hatte. Nichts kann Gottes Allmacht und sein geschriebenes Wort zerstören … das ist für mich sehr ermutigend 🙂
Sandra B. aus D.

Vom ängstlichen Kätzchen zum ErMUTiger

„Wenn ich auch wandere im finsteren Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir.“
Psalm 23,4

„Wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein;
ich werde dich nicht verlassen noch versäumen.
Sei stark und mutig!
Sinne Tag und Nacht über meine Wegweisung nach, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.
Habe ich dir nicht geboten:
Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht!
Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.“  (nach Josua 1, 6-9)

 

Jahreslosung 2018

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Off 21,6

Gottes Verheißung, veranschaulicht mit dem Bild einer Quelle, aus der lebendiges Wasser hervorsprudelt. Es steht für Gott selbst, für seine lebensnotwendige Gegenwart.
Es ist umsonst, frei erhältlich, aus Gnade, aber nicht kostenlos.
Es wird uns Zeit und einen Vertrauensvorschuss kosten.
Zeit mit Gott verwandelt unsere profane Zeit in hochwertige Zeit, denn durch ihn kommt Ewigkeit in unser Leben.

So wie Durst auf die Existenz von Wasser hinweist, so weist unsere Sehnsucht nach Gott auf seine Existenz hin. Diese Sehnsucht ist schmerzlich, aber sie gehört zum Leben dazu, wie der Durst, der uns an das Trinken erinnern soll.
Als Kinder Gottes dürsten wir nach Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater.
Manchmal spüren wir es, oft aber auch nicht.
Aber da ist dieser Unfriede, der nur von ihm gestillt werden kann.
Da ist die Sehnsucht, die nur von ihm erfüllt werden kann.
Bei ihm kommt meine Seele zur Ruhe, wird gestillt und still.

Quälen wir uns nicht länger, sondern gönnen wir uns auf unserer anstrengenden Wanderung 2018 täglich mehrmals einen erfrischenden Schluck Quellwasser.
„Gottes Bach ist voller Wasser.“  Psalm 65,10
„Auf dem Weg wird er trinken aus dem Bach, darum wird er das Haupt erheben.“
Psalm 110,7

„ein krasses Erlebnis“

Lieber Hartmut,
vielen Dank für deine Weihnachtsrundmail. Deine Offenheit und Ehrlichkeit hat mir so gut getan weil ich mich in vielem wiedergefunden habe. Ja, wir leiden an dem wo wir’s trotz aller Bemühungen einfach nicht hinkriegen. Lange, viel zu lange habe ich mich nach solch einem Tag wie du ihn beschreibst, auf der Heimfahrt selber noch nieder gemacht. Inzwischen lerne ich mehr und mehr was GNADE ist, gnädig zu werden mir selbst gegenüber, gnädiger den Schüler/innen und meinen Kolleg/innen gegenüber, indem ich die Gnade die Gott mir schenkt annehme. Das tut so gut.

In den letzten Wochen hatte ich ein ganz krasses Erlebnis, das mir wieder einmal mehr unseren gnädigen und barmherzigen Gott in einem ganz neuen Licht erstrahlen ließ und seine Beziehung mit mir als kostbarsten Schatz in mein Herz gegraben hat. Nach einer niederschmetternden Diagnose durfte ich Abba Vaters Nähe so überwältigend spüren und erleben, dass ich während der ganzen Zeit im Krankenhaus nicht eine Sekunde in Sorgen versunken bin. Es hat sich angefühlt wie wenn ER mich in Watte gepackt hat und ich war so im Frieden und ganz tief geborgen, dass unser guter Gott mich sogar noch als Ermutigerin für meine Zimmernachbarin gebrauchen konnte. Und zuletzt hat der allmächtige Gott dem ich gehöre, zum ersten Wunder noch ein Heilungswunder dazugetan. Die Tumore konnten weder bildgebend dargestellt, noch mehr getastet werden. Die Ärzte konnten sich das überhaupt nicht erklären. Ich konnte es zunächst auch kaum glauben, aber so langsam sickert’s durch, Gott hat an mir ein Wunder getan und Wunder sind nun mal nicht erklärbar.

Ich will diese Erfahrung dankbar bewahren und dieses kostbare Erleben vom SEIN IN IHM mitnehmen, erlebe mein Leben nochmal neu als geschenkt und damit will ich nächste Woche auch wieder in die Schule gehen, in diesem wunderbaren Gott sein und ER in mir, so dass ER mit mir Menschen begegnen kann. Dann zählt nicht so sehr was ich tue, sondern was ER in mir ist und ich in IHM und wie ER dann Menschen begegnet und berührt ist Seine Sache. Aber ich darf dabei sein.

Diese fröhliche Gelassenheit, Geborgenheit und Gewissheit wünsche ich uns allen, auch dir in all deinen schulischen und sonstigen Herausforderungen.

Gott mit dir und liebe Grüße
Annebärbel

„Was seid ihr eigentlich für Christen?“

Ein Kollege schreibt:
Neulich nahmen einige Schüler der Ethikgruppe, muslimische und nicht getaufte Jugendliche, an meinem Religionsunterricht teil.
„Wie feiert ihr Weihnachten?“, wollte ich von den Jugendlichen wissen.
Zunächst erfuhr ich nicht viel Neues: Als Familienfest, mit Geschenken und gutem Essen. Manche fahren in Urlaub.
„Und wer geht an Weihnachten zum Gottesdienst?“
Lediglich drei meiner katholischen Schüler heben die Hand.

Da meldet sich ein muslimischer Schüler und fragt seine katholischen Mitschüler ganz direkt: „Was seid ihr eigentliche für Christen, wenn ihr eure religiösen Feste nicht mehr als solche feiert? Ich bin auch nicht besonders gläubig und gehe nicht jeden Freitag in die Moschee, aber man muss doch seine religiösen Feste als solche feiern!“

Nach kurzem betroffenem Schweigen platzt eine Schülerin heraus:
„Was können wir denn dafür, wenn uns niemand sagt und zeigt, was Weihnachten wirklich bedeutet?“