Lehrerforum bei Willow Creek in Dortmund

Es waren ca. 300 LehrerInnen anwesend, die – trotz dem sehr vollen und wertvollen Kongress-Programms – ihre Mittagspause opferten und dabei sein wollten.
Es war eine erwartungsvolle Atmosphäre und die Leute waren sehr ermutigt.
Knapp die Hälfte der Teilnehmer hinterließen ihre Adresse auf dem Kontaktformular mit dem Wunsch nach Vernetzung und Gebet mit Gleichgesinnten.
Wir sind alle sehr gespannt, wie es weitergeht.
Wir hoffen, dass die Verantwortlichen von Willow Creek die Lehrer auch als für die Gesellschaft wichtige Führungskräfte anerkennen, und dass die Lehrer bei zukünftigen Kongressen nicht nur eine Pause, sondern einen eigenen Programmpunkt bekommen …

Hier noch das Feedback einer Teilnehmerin:
„Das LehrerErmutigungsTreffen war für mich das Highlight des Willow-Creek-Kongresses. Es hat mich tief bewegt. Bei uns im Kollegium ist viel Missstand, Konkurrenzdenken, Cliquenwirtschaft … und die eigenen Klassen fordern natürlich auch. Manchmal sieht man nur noch die Klasse als Ganzes vor sich und verliert das einzelne Kind aus dem Blick …
Ich dachte mir, was sich alles ändern könnte, wenn da so eine kleine Keimzelle wäre,
die einfach nur betet – füreinander, für die Schüler, für die Schulleitung, für mehr Kraft und mehr Liebe …

Gestern habe ich mir gleich ein Herz gefasst und eine Kollegin darauf angesprochen…
Sie hat sofort zugesagt. Eine gemeinsame Freistunde haben wir auch schon gefunden …“

Nachtrag zum 20. LET am 3.2.18

Danke für das LET am 3.2.18, auch wenn das gemeinsame Treffen nur einmal im Jahr stattfindet, empfinde ich es doch als große Ermutigung; es tut enorm gut, zu wissen, Teil eines Ganzen zu sein, eine gemeinsame Vison zu haben, auch wenn jeder an einem anderen Platz steht.

In der Regel treffen wir uns mit dem Lehrergebetskreis vor Ort in der Schulzeit etwa alle vier Wochen. Dieser Termin ist mir immer sehr wichtig. Habe ich doch schon oft erlebt, dass es keine Stunde ist, die ich noch irgendwo abzwacken muss oder einfach ein weiteres „to do“, sondern, eine Stunde, die mir etwas gibt, die wichtig ist, die Kraft gibt, Ausrichtung, Einswerden im Gebet…. Uns mit dem, was uns beschäftigt, die Kinder, aber auch Situationen, die uns Sorgen machen gemeinsam zur richtigen Adresse bringen:
vor SEINEN Thron.

Meine Stille Zeit am Morgen ist mir schon lange wichtig und die Zeit vor Seinem Thron hilft mir immer wieder gestärkt und ermutigt in den Tag zu gehen; meine – wenn auch kurzeJ- Fahrradstrecke ist oft noch mal Zeit zum Lobpreis und Gebet…
Und doch musste ich immer wieder feststellen, dass im Hochbetrieb des Schulalltags mit Ganztagesbetrieb diese Kraftreserve oft viel zu schnell aufgebraucht war…
Ermutigt durch Seelsorgetage habe ich vor einiger Zeit angefangen, mir ganz bewusst in der Mittagszeit ( in der Freistunde oder nach dem Unterricht, bevor ich ans Kopieren, korrigieren etc. gehe) eine Auszeit mit IHM zu nehmen. Oft singe ich einfach ein paar Lobpreislieder im Klassenzimmer (manchmal ist es auch  einfach nur ein kurzes Dösen, zur Ruhe kommen in seiner bewussten Gegenwart, oder ein kurzer Gang an die Sonne… )
um mich wieder neu auf IHN auszurichten und mich in IHM zu verorten.
Und ich will an dieser Zeit festhalten und mich immer wieder dazu zurückkehren, denn sie ist natürlich auch umkämpft.

Ab und zu, noch zu selten – aber hoffentlich immer öfter – bin ich freitags nach Schulschluss (an diesem Tag ist kein Ganztag und deshalb kehrt dann Ruhe im Schulhaus ein) noch im Klassenzimmer und packe mein Salböl aus, gehe kurz von Stuhl zu Stuhl und segne  jedes einzelne Kind in SEINEM Namen, bringe es IHM mit seinen Eigenheiten und Familiensituation und bitte IHN, es zu sich zu ziehen. Manchmal mache ich das inzwischen auch im Lehrerzimmer (wir sind ja nur ca. 13 Kollegen)…

Ich könnte nicht behaupten, dass sich – bisher – Kinder oder Kollegen bekehrt haben, oder sonstige ganz spektakulären Dinge passiert sind, aber: definitiv verändert es MICH, meine Haltung, meine Ausrichtung, meine Sicht!
Nicht immer – aber immer wieder- kann ich in z.B. in Situationen, in denen meine Erstklässler aufgedreht und unruhig sind, aus der Ruhe heraus anders reagieren – oder eben agieren, statt nur zu reagieren –  oder in Konfliktsituationen mit Kollegen oder Eltern besonnener auftreten. Und es tut einfach auch gut, das Land einzunehmen, das ER mir gibt, den Auftrag zu beten und in meinem anvertrauten Bereich zu regieren.

NICHT, DASS ICH’S SCHON ERGRIFFEN HABE ODER SCHON VOLLKOMMEN SEI; ICH JAGE IHM ABER NACH, OB ICH’S WOHL ERGREIFEN KÖNNTE, WEIL ICH VON CHRISTUS JESUS ERGRIFFEN BIN. (Phil 3,12)
Melanie

Im Strom des Geistes durch den Alltag

Wir verlieren den natürlichen Fluss des Geistes (ich nenne ihn „Flow“),
wenn wir zuviel wollen, es allen recht machen wollen, überall dabei sein wollen …

Der Heilige Geist wird im Alltagslärm des Lebens unsere Hektik nicht noch vergrößern.
Er drängt sich uns nicht auf, sondern wartet, dass wir uns Zeit für ihn nehmen,
uns bei ihm niederlassen und zur Ruhe kommen.

Im Hebräischen heißt der HLG Rauch, der heilige Atem.
Es geht um ein ruhiges Ein- und Ausatmen, nicht um ein Keuchen und Schnappen.
Die Inspiration und Kraft, die wir von Gott bekommen sollen,
passt mit der Atemlosigkeit unseres Alltags meistens nur schwer zusammen.
Aber wir sind dem Hamsterrad nicht hilflos ausgeliefert.
Wenn wir es wirklich wollen, können wir es ändern und das Tempo verlangsamen.
Aber wir müssen wahrscheinlich, auf etwas verzichten, etwas „verkaufen“,
wenn wir den „Schatz im Acker“ wollen.

Gelassenheit entsteht weder dadurch, dass wir alles „machen“, mitmachen,
noch dadurch, dass wir alles „loslassen“,
sondern dadurch, dass wir uns der Gottes Führung überlassen.

LET am 22.1.2018 bei der SMD in Bamberg

Lieber Hartmut
Ich wollte mich einfach nochmal bedanken bei dir, für den Vortrag am Montag Abend.
Es war echt so ermutigend, das haben nach dem Abend noch einige rückgemeldet und das leite ich gerne an dich weiter.
Ich kann mich dem nur anschließen, ich hätte noch stundenlang den Geschichten zuhören können, wie Gott wirkt.
Gerade eben habe ich Tagebuch geschrieben um die vielen Gedanken von gestern Abend festzuhalten und zu ordnen (ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es wertvoll ist, Dinge aufzuschreiben) und dabei ist das Gefühl von gestern Abend zurückgekommen: Einfach große Freude darüber, dass Gott so wunderbar ist und Vorfreude darauf, wie auch ich in meiner Unvollkommenheit zum Segenskanal werden darf,
weil – das haben wir ja gestern verinnerlicht – es nicht auf uns ankommt,
sondern auf den Heiligen Geist, der wirkt. (Sach 4,6)
Es war so gut zu hören, was passiert wenn man Ihm Raum gibt und wie Er durch einen Menschen eine ganze Segenslawine ausgelöst. Einfach großartig! Ich kann gar nicht so richtig alles in Worte fassen, was mir gestern und heute durch Kopf und Herz ging, aber ich wollte dich gern wissen lassen, dass wir alle echt ermutigt nach Hause gegangen sind, und ich wünsche mir, dass alle, die gestern da waren, auch zu Sämännern und -frauen werden.

Ich habe auch vor, mal nachzufragen ob Leute Interesse hätten, einen Gebetskreis zu starten und den Kontakt für Bamberg aufrechtzuerhalten.

Liebe Grüße
D. aus Bamberg

Feuer im Lehrerzimmer

Hallo Hartmut,
wir haben in der Schule was Irres erlebt:
Das Lehrerzimmer brannte am letzten Schultag am Nachmittag vor den Herbstferien.
Unsere Schule ist auf dem neuesten Stand. 3,6 Mio EUR wurden investiert…
Die Mikrowelle hatte – obwohl sie ausgeschaltet war – einen Kurzschluss.
Wir beten übrigens immer im LGK um Schutz und Bewahrung für die Schule usw.
Nachdem die Polizei  da war und wir erfuhren, welches „Glück“ wir hatten, dass das Feuer nicht auf das Gebäude übergegriffen hatte, kam Wochen später ein Handwerker auf mich zu und sagte:
„Ich muss ihnen was erzählen: Wir mussten alles Material was im Lehrerzimmer war entsorgen – außer die Bibeln! Die sind nicht kontaminiert!“
Ich sagte ihm, dass ich mich riesig freue und ich die Religions-Lehrerin sei!
Er war richtig happy und teilte mir mit, dass er es auch nicht übers Herz gebracht hätte diese Kostbarkeiten weg zu werfen … Er sei in der Baptisten Gemeinde groß geworden und wisse um deren Bedeutung.
Dann kam mein Schulleiter um die Ecke und der Handwerker erzählte auch ihm den Vorfall. Unser Schulleiter meinte lachend: „Na, das ist aber ein Zeichen.“

Eine der Bibeln habe ich dann am Montag in meine „Stille Pause“ mitgenommen und den Schülern noch einmal alles erzählt, mit der Aufforderung die Bibel genau anzuschauen und daran zu riechen. Sie war unversehrt!
Nichts, kein rauchiger Geruch, obwohl das Schulgebäude und die Gänge in der Nähe des Lehrerzimmers natürlich auch leicht verrußt rochen!

Ich bin der festen Überzeugung, dass unser Gebet eine Auswirkung hat und Gott uns vor schlimmeren Auswirkungen und Schäden bewahrt hatte. Nichts kann Gottes Allmacht und sein geschriebenes Wort zerstören … das ist für mich sehr ermutigend 🙂
Sandra B. aus D.