Vom ängstlichen Kätzchen zum ErMUTiger

„Wenn ich auch wandere im finsteren Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir.“
Psalm 23,4

„Wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein;
ich werde dich nicht verlassen noch versäumen.
Sei stark und mutig!
Sinne Tag und Nacht über meine Wegweisung nach, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben.
Habe ich dir nicht geboten:
Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht!
Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.“  (nach Josua 1, 6-9)

 

Jahreslosung 2018

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Off 21,6

Gottes Verheißung, veranschaulicht mit dem Bild einer Quelle, aus der lebendiges Wasser hervorsprudelt. Es steht für Gott selbst, für seine lebensnotwendige Gegenwart.
Es ist umsonst, frei erhältlich, aus Gnade, aber nicht kostenlos.
Es wird uns Zeit und einen Vertrauensvorschuss kosten.
Zeit mit Gott verwandelt unsere profane Zeit in hochwertige Zeit, denn durch ihn kommt Ewigkeit in unser Leben.

So wie Durst auf die Existenz von Wasser hinweist, so weist unsere Sehnsucht nach Gott auf seine Existenz hin. Diese Sehnsucht ist schmerzlich, aber sie gehört zum Leben dazu, wie der Durst, der uns an das Trinken erinnern soll.
Als Kinder Gottes dürsten wir nach Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater.
Manchmal spüren wir es, oft aber auch nicht.
Aber da ist dieser Unfriede, der nur von ihm gestillt werden kann.
Da ist die Sehnsucht, die nur von ihm erfüllt werden kann.
Bei ihm kommt meine Seele zur Ruhe, wird gestillt und still.

Quälen wir uns nicht länger, sondern gönnen wir uns auf unserer anstrengenden Wanderung 2018 täglich mehrmals einen erfrischenden Schluck Quellwasser.
„Gottes Bach ist voller Wasser.“  Psalm 65,10
„Auf dem Weg wird er trinken aus dem Bach, darum wird er das Haupt erheben.“
Psalm 110,7

„ein krasses Erlebnis“

Lieber Hartmut,
vielen Dank für deine Weihnachtsrundmail. Deine Offenheit und Ehrlichkeit hat mir so gut getan weil ich mich in vielem wiedergefunden habe. Ja, wir leiden an dem wo wir’s trotz aller Bemühungen einfach nicht hinkriegen. Lange, viel zu lange habe ich mich nach solch einem Tag wie du ihn beschreibst, auf der Heimfahrt selber noch nieder gemacht. Inzwischen lerne ich mehr und mehr was GNADE ist, gnädig zu werden mir selbst gegenüber, gnädiger den Schüler/innen und meinen Kolleg/innen gegenüber, indem ich die Gnade die Gott mir schenkt annehme. Das tut so gut.

In den letzten Wochen hatte ich ein ganz krasses Erlebnis, das mir wieder einmal mehr unseren gnädigen und barmherzigen Gott in einem ganz neuen Licht erstrahlen ließ und seine Beziehung mit mir als kostbarsten Schatz in mein Herz gegraben hat. Nach einer niederschmetternden Diagnose durfte ich Abba Vaters Nähe so überwältigend spüren und erleben, dass ich während der ganzen Zeit im Krankenhaus nicht eine Sekunde in Sorgen versunken bin. Es hat sich angefühlt wie wenn ER mich in Watte gepackt hat und ich war so im Frieden und ganz tief geborgen, dass unser guter Gott mich sogar noch als Ermutigerin für meine Zimmernachbarin gebrauchen konnte. Und zuletzt hat der allmächtige Gott dem ich gehöre, zum ersten Wunder noch ein Heilungswunder dazugetan. Die Tumore konnten weder bildgebend dargestellt, noch mehr getastet werden. Die Ärzte konnten sich das überhaupt nicht erklären. Ich konnte es zunächst auch kaum glauben, aber so langsam sickert’s durch, Gott hat an mir ein Wunder getan und Wunder sind nun mal nicht erklärbar.

Ich will diese Erfahrung dankbar bewahren und dieses kostbare Erleben vom SEIN IN IHM mitnehmen, erlebe mein Leben nochmal neu als geschenkt und damit will ich nächste Woche auch wieder in die Schule gehen, in diesem wunderbaren Gott sein und ER in mir, so dass ER mit mir Menschen begegnen kann. Dann zählt nicht so sehr was ich tue, sondern was ER in mir ist und ich in IHM und wie ER dann Menschen begegnet und berührt ist Seine Sache. Aber ich darf dabei sein.

Diese fröhliche Gelassenheit, Geborgenheit und Gewissheit wünsche ich uns allen, auch dir in all deinen schulischen und sonstigen Herausforderungen.

Gott mit dir und liebe Grüße
Annebärbel

„Was seid ihr eigentlich für Christen?“

Ein Kollege schreibt:
Neulich nahmen einige Schüler der Ethikgruppe, muslimische und nicht getaufte Jugendliche, an meinem Religionsunterricht teil.
„Wie feiert ihr Weihnachten?“, wollte ich von den Jugendlichen wissen.
Zunächst erfuhr ich nicht viel Neues: Als Familienfest, mit Geschenken und gutem Essen. Manche fahren in Urlaub.
„Und wer geht an Weihnachten zum Gottesdienst?“
Lediglich drei meiner katholischen Schüler heben die Hand.

Da meldet sich ein muslimischer Schüler und fragt seine katholischen Mitschüler ganz direkt: „Was seid ihr eigentliche für Christen, wenn ihr eure religiösen Feste nicht mehr als solche feiert? Ich bin auch nicht besonders gläubig und gehe nicht jeden Freitag in die Moschee, aber man muss doch seine religiösen Feste als solche feiern!“

Nach kurzem betroffenem Schweigen platzt eine Schülerin heraus:
„Was können wir denn dafür, wenn uns niemand sagt und zeigt, was Weihnachten wirklich bedeutet?“

Göttliches Poesiealbum

Laut einer Schülerbefragung im Religionsunterricht sehen nur 2 bis 4% der Jugendlichen die Heilige Schrift als ein Buch für junge, fröhliche und zufriedene Menschen an.
Für die breite Mehrheit aller Schüler ist die Bibel ein Buch für alte, kranke und einsame Menschen !!!  (Idea Spektrum 5.2015, S.13).
Ist die Bibel ein Buch für rückwärtsgewandte, fortschrittsfeindliche und engstirnige Zeitgenossen, oder ist sie ein Buch für Menschen, die die Zukunft prägen, christliche Grundwerte vermitteln und Hoffnung- und Impulsgeber im digitalen Zeitalter sind?

Die Bibel ist pädagogisch wertvoll,
weil wir in ihr die großen Zusammenhänge des Lebens entdecken,
weil sie uns die letzten und tiefsten Fragen in einem ganzheitlichen Zusammenhang stellt,
weil sie in Geschichten Charakterveränderungen und -entwicklungen beschreibt,
weil sie uns Wertegrundlagen wie Glauben, Hoffnung und Liebe gibt …

Die jüdische Gerechtigkeitsethik und die christliche Liebesethik gründen auf der Bibel,
sagt sogar der Agnostiker Habermas.
Der indische Philosoph und Theologe Visual Mangalwadi schreibt in: „Das Buch der Mitte“: „Das Bedürfnis, die Bibel lesen zu können, wurde zum Motor für die Alphabetisierung Europas.“ (S. 298).“
Man kann die moderne Bildung als Frucht der Bibel bezeichnen.“ (S. 273)

Man könnte hier noch viele Wahrheiten über die Bibel aufzählen, aber entscheidend ist nicht welche Wahrheiten du wusstest, sondern welche Wahrheiten du gelebt hast.

Die große Frage ist:
Lese ich selber in der Bibel, ernähre ich mich davon,
so dass das lebendige Wort: Jesus Christus  mich durchdringt und mein Leben verändert?

Ich lese seit 1985 fast täglich ein und dieselbe Bibel.
Sie ist mein Beziehungs-, Motivations-, Ermutigungs- und Orientierungsbuch.
Sie ist mein göttliches Poesiealbum.
Egal auf welcher Seite ich sie aufschlage, hat Gott durch die Texte persönlich zu mir geredet, was ich durch mehrfarbiges Unterstreichen und viele Anmerkungen festgehalten habe. An manchen Stellen steht sogar ein Datum.
Ich ernähre (Mt 4,4) und erbaue meine Seele täglich damit und so kommen immer weitere „Einträge“ des Heiligen Geistes hinzu …
(Wenn du wissen willst, ob die Bibel mich und mein Leben verändert hat, frage am besten meine Mutter oder meine Frau.)

Wenn meine Schüler mich fragen, warum ich an Jesus Christus glaube,
warum ich an den christlichen Grundwerten: Glaube, Liebe, Hoffnung festhalte,
dann liebe ich es, meine Bibel unter den Visualizer zu legen
in ihr zu blättern und ihnen Geschichten mit Gott aus meinem Leben zu erzählen,
um ihnen so Lust zu machen, dem Gott der Bibel selber persönlich zu begegnen.