Gottes Schätze in irdenen Gefäßen

„Wir haben diesen Schatz  (des Evangeliums nur)  in irdenen Gefäßen,
auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.2. Kor 4,7

Irdene Gefäße, nichts Besonderes!  Das Alltagsgeschirr – billig und zerbrechlich.
Und genau da hinein legt Gott seine Schätze:
Jesus, das Evangelium, den Heiligen Geist, die Gaben, unsere Berufung, …
Gottes Schätze in irdenen Gefäßen!

Prof. Michael Herbst erklärte diesen Vers auf dem Willow Creek Kongress im Februar 18, indem er den Zuhörern ein Stück japanischer Kunst vor Augen stellte:
Kintsugi = d.h. soviel wie mit Gold flicken.
Es ist eine alte japanische Technik, zerbrochene Gefäße zu reparieren.
Man nimmt die Scherben man fügt sie neu zusammen, man lackiert sie und füllt die Lücken mir einer Kittmasse, in die Goldstaub eingestreut ist.
Dabei entsteht ein besonderer Effekt:
Ein zerbrochenes Gefäß aber nicht weggeworfen, neu zusammengesetzt.
Man sieht zugleich den Riss und das Gold – das Zerbrochene und das Kostbare.

Das sind wir als Nachfolger Jesu!
Irdene Gefäße mit einem kostbaren Schatz, zerbrochen aber nicht weggeworfen, behutsam in die Hand genommen und neu zusammengesetzt.
Man sieht die Risse, aber in den Rissen zeigt sich das Gold.
Man sieht unsere Unvollkommenheit, die Wunden, die uns das Leben zugefügt hat,
unser Versäumen, unsere Trägheit, unser Versagen  …

Aber Christus hält mich und mein Leben zusammen
und es leuchtet in meinem irdenen Gefäß golden.

Lebendiges, mündiges Christsein heißt genau das:
Christus hält mich zusammen, darum folge ich ihm, wohin er mich ruft:
In seinem Wort in die Stille und dann in meinen Dienst zu den Menschen.

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