Müllabfuhr

Habe in meiner heutigen SZ über Folgendes nachgedacht: „Vergibt Jesus auch Sünden, die immer wieder in meinem Leben vorkommen; Sünden, die ich einfach nicht losbekomme, die sich in meinem Leben eingenistet haben, und wo ich schon resigniert habe…Sünden, wo ich mir noch nicht einmal mehr selber verzeihen kann?“

Da höre ich, wie die Müllabfuhr an unserem Haus vorbeifährt.

Gelbe Tonne!

Ich stehe auf und schaue den Männern zu, wie sie unsere übervolle Tonne vor dem Haus leeren
und – ein bisschen ängstlich – ob sie wohl auch die zwei zusätzlichen Säcke mitnehmen, die heute dabei stehen, oder ob sie etwas stehen lassen…

Sie nehmen alles mit! Zum Glück, denke ich.
Was für ein Segen, dass es die Müllabfuhr gibt!
Jeden Montag die Biotonne, alle 14 Tage die graue Tonne.
Alle vier Wochen das Altpapier und wie heute morgen die Gelbe Tonne.
Was wäre, wenn es die Müllabfuhr nicht gäbe…

Gar nicht auszudenken, der viele Dreck, der sich da ansammeln würde…
Und der Gestank…da würde ich mich nicht mehr wohlfühlen in meinem Haus.

Da meldet sich ganz leise die Stimme des HLG in meinem Herzen:
Siehst du Hartmut, so wie in jedem Haushalt jeden Tag Müll anfällt,
so fällt auch in jedem Leben jeden Tag Lebensmüll = Sünde an.

So wie du jeden Tag den Müll in den Mülltonne bringst,
so bringe auch jeden Tag deinen Lebensmüll = deine Sorgen und Sünden mir ans Kreuz:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.“ 1.Joh. 1,9
„Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit,
indem ihr alle eure Sorgen und Sünden in meine göttliche Mülltonne werft; denn ich bin an eurem Wohlergehen interessiert.“ 1.Petrus 5,7 (Änderung durch den Autor☺)

Sonst kommt der Verkläger und klagt dich an
„…denn hinab geworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unsrem Gott verklagte.“ Vgl. Off. 12,10

Er wird sagen: „Hartmut, da steht ja so viel Müll in deinem Haus rum!“ Und er hat Recht!

Aber das muss nicht so sein!
Du weißt doch, was zu tun ist, damit der Verkläger zum Schweigen gebracht wird:
„Sei nun eifrig und tue Buße!“ Off.3,19

Buße tun ist eine ständige, fortwährende Handlung solange du Mensch bist,
sowie im Haus saubermachen und Müll raustragen, ständig notwendig ist.

Es ist unrealistisch zu glauben, dass eines Tages kein Müll mehr anfällt,
dass die Müllabfuhr kommt und deine Mülltonne ist leer!!!
Deine Aufgabe ist es:
Den täglich anfallenden Sorgen- und Sünden-Müll zu erkennen, wegzuräumen, rauszustellen, dich wirklich davon trennen zu wollen, immer wieder aufs Neue.
Und egal wie viel Müll in der Tonne ist, ich werde sie immer wieder leeren,
ob halbvoll oder ganz.

Du brauchst dich nicht zu schämen,
genauso wenig, wie du dich schämst, deinen Mülleimer vors Haus zu stellen.

Du brauchst auch nicht zu denken, was sagen die anderen Leute, wenn ich schon wieder die überquellende Mülltonne rausstelle…
Sie belächeln dich eher, wenn du mal wieder vergessen hast, den Müll rauszustellen…
und du im Schlafanzug der Müllabfuhr hinterher hechelst☺

Wenn ihr das nächste Mal eure Mülltonne rausstellt,
dann tut es ganz bewusst als prophetische Handlung.
Seid gewiss, sie wird geleert und es macht euch keiner Vorwürfe.
Ihr könnt den ganzen Müll getrost vergessen…
Die Müllmänner kümmern sich fachmännisch um den Rest.

Genauso sollen wir mit all dem lästigen Sorgen- und Sündenmüll des alltäglichen Lebens umgehen. Mehr noch: Gott will den Müll sogar so haben! Er will, dass keiner sich länger selbst damit herumschlägt.
Alles – auch den »Sondermüll«! – nimmt er entgegen, sogar unsortiert. Er entsorgt alles »artgerecht«,
recycelt ihn fachmännisch und holt noch das Beste für uns dabei heraus.
Gottes »Endlagerung« ist absolut sicher.
Zutritt Verboten!
… denn er ist an unserem Wohlergehen interessiert (1. Petrus 5,7)

2 Gedanken zu “Müllabfuhr

  1. Hallo Hartmut,

    das ist ein schönes Bild mit der Mülltonne, der fachgerechten Entsorgung auf Nimmerwiedersehen und auch dem potentiellen Recycling. Ich denke das werden wir später noch sehen dürfen. Denkst Du das auch?

    Lieber Gruß 🙂

    Elke

    • Ja, Elke das denke ich auch.
      „wem viel vergeben wurde, der liebt viel…“ vgl. Lukas 7,47
      Selber Vergebung zu brauchen, kann demütig und barmherzig machen und helfen, dass man ein „weiches“ Herz behält…
      ergibt sozusagen Kompost aus unserem Müll:-)

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