Nachtrag zum 20. LET am 3.2.18

Danke für das LET am 3.2.18, auch wenn das gemeinsame Treffen nur einmal im Jahr stattfindet, empfinde ich es doch als große Ermutigung; es tut enorm gut, zu wissen, Teil eines Ganzen zu sein, eine gemeinsame Vison zu haben, auch wenn jeder an einem anderen Platz steht.

In der Regel treffen wir uns mit dem Lehrergebetskreis vor Ort in der Schulzeit etwa alle vier Wochen. Dieser Termin ist mir immer sehr wichtig. Habe ich doch schon oft erlebt, dass es keine Stunde ist, die ich noch irgendwo abzwacken muss oder einfach ein weiteres „to do“, sondern, eine Stunde, die mir etwas gibt, die wichtig ist, die Kraft gibt, Ausrichtung, Einswerden im Gebet…. Uns mit dem, was uns beschäftigt, die Kinder, aber auch Situationen, die uns Sorgen machen gemeinsam zur richtigen Adresse bringen:
vor SEINEN Thron.

Meine Stille Zeit am Morgen ist mir schon lange wichtig und die Zeit vor Seinem Thron hilft mir immer wieder gestärkt und ermutigt in den Tag zu gehen; meine – wenn auch kurzeJ- Fahrradstrecke ist oft noch mal Zeit zum Lobpreis und Gebet…
Und doch musste ich immer wieder feststellen, dass im Hochbetrieb des Schulalltags mit Ganztagesbetrieb diese Kraftreserve oft viel zu schnell aufgebraucht war…
Ermutigt durch Seelsorgetage habe ich vor einiger Zeit angefangen, mir ganz bewusst in der Mittagszeit ( in der Freistunde oder nach dem Unterricht, bevor ich ans Kopieren, korrigieren etc. gehe) eine Auszeit mit IHM zu nehmen. Oft singe ich einfach ein paar Lobpreislieder im Klassenzimmer (manchmal ist es auch  einfach nur ein kurzes Dösen, zur Ruhe kommen in seiner bewussten Gegenwart, oder ein kurzer Gang an die Sonne… )
um mich wieder neu auf IHN auszurichten und mich in IHM zu verorten.
Und ich will an dieser Zeit festhalten und mich immer wieder dazu zurückkehren, denn sie ist natürlich auch umkämpft.

Ab und zu, noch zu selten – aber hoffentlich immer öfter – bin ich freitags nach Schulschluss (an diesem Tag ist kein Ganztag und deshalb kehrt dann Ruhe im Schulhaus ein) noch im Klassenzimmer und packe mein Salböl aus, gehe kurz von Stuhl zu Stuhl und segne  jedes einzelne Kind in SEINEM Namen, bringe es IHM mit seinen Eigenheiten und Familiensituation und bitte IHN, es zu sich zu ziehen. Manchmal mache ich das inzwischen auch im Lehrerzimmer (wir sind ja nur ca. 13 Kollegen)…

Ich könnte nicht behaupten, dass sich – bisher – Kinder oder Kollegen bekehrt haben, oder sonstige ganz spektakulären Dinge passiert sind, aber: definitiv verändert es MICH, meine Haltung, meine Ausrichtung, meine Sicht!
Nicht immer – aber immer wieder- kann ich in z.B. in Situationen, in denen meine Erstklässler aufgedreht und unruhig sind, aus der Ruhe heraus anders reagieren – oder eben agieren, statt nur zu reagieren –  oder in Konfliktsituationen mit Kollegen oder Eltern besonnener auftreten. Und es tut einfach auch gut, das Land einzunehmen, das ER mir gibt, den Auftrag zu beten und in meinem anvertrauten Bereich zu regieren.

NICHT, DASS ICH’S SCHON ERGRIFFEN HABE ODER SCHON VOLLKOMMEN SEI; ICH JAGE IHM ABER NACH, OB ICH’S WOHL ERGREIFEN KÖNNTE, WEIL ICH VON CHRISTUS JESUS ERGRIFFEN BIN. (Phil 3,12)
Melanie

Ein Gedanke zu “Nachtrag zum 20. LET am 3.2.18

  1. Das mit dem Salböl ist super. Ich hab noch einen tollen Segensspruch für Kinder, die Dir Gott aufs Herz legt: „Mach Dich auf und werde Licht, lieber …….., denn Dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn gehe auf über Dir!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.