Die wichtigste Reformation …

… beginnt in deinem Herzen !!!

„Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,
und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“
Mt 6,33
„Einen Vorwurf muss ich dir machen: Du liebst mich nicht mehr so wie am Anfang.
Erinnerst du dich noch, wie es damals war?
Wie weit hast du dich davon entfernt!
Kehr um und handle wieder so wie am Anfang ..
.“  Off 2,4+5a (Genfer Übersetzung)

Jesus suchte zuerst die Gegenwart seines Vaters.
Die erste Stunde des Tages war IHM reserviert.
Er ging immer wieder weg von den Menschen, um die Gegenwart des Vaters zu suchen. Er wartete, dass sein Herz durchflutet wurde von Liebe und Vertrauen,
bis es schließlich überfloss, wie bei einem Schalenbrunnen.
Ohne IHN konnte er nichts tun!

Beten ohne Unterlass …
… bedeutet nichts anderes, als solch ein permanent Gott zugewandtes Leben.
Lass zu, dass Gott dich mit Liebe und Vertrauen anreichert bis es überfließt.
Schau mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an
bis der Heilige Geist dich verwandelt in das Bild des Sohnes. (vgl. 2.Kor. 3,18; Röm 8,29)
Vergiss nicht, wer du in Christus bist: „Du bist mein geliebter Sohn/Tochter!“
Prinz / Prinzessin des Universums!
Wenn du dann an deine Schule gehst, wird dies nur eine andere Form des Betens sein.
Und wenn du in diesem Bewusstsein deiner Identität Schülern und Kollegen begegnest,
dann werden diese Begegnungen nur eine weitere Form des Betens sein.

Und wenn du spürst, dass dir dieses Bewusstsein im Alltag „wegrutscht“,
dann suche erneut seine Gegenwart, bis deine Seele neu gestillt wird
von seiner alles umhüllenden, liebenden Gegenwart.

Von der Ohnmacht zur Vollmacht – Teil 3

Ohnmacht und Vollmacht bilden eine Resonanz.
Resonanz ist die Wechselwirkung zweier Kräfte, die sich gegenseitig zur Geltung bringen.
Während einer jeden Schwingung geben sich die potenzielle Energie („Energie des Möglichen“) und die kinetische Energie („Energie der Bewegung“) gegenseitig unentwegt Anteil und und dadurch entsteht der Klang.  (vgl. Schleske in „Herztöne“, S. 200)

Gott möchte uns spielen!
Meine Seele ist dabei die aufmerksam gespannte und zu Gott hin gestimmte Saite.
Der HLG ist der Geigenbogen, mit dem mich Gott berühren, inspirieren möchte.
So wird ein göttlicher Klang erschaffen, der den Himmel und die Erde erfüllen soll…

Das Wort „Person“ setzt sich zusammen aus „per“ (hindurch) und „sonum“ (Ton)
(vgl. Schleske in „der Klang“, S.161)
Was soll durch dich „hindurchtönen“?
Was soll durch dich persönlich zum Klingen kommen?
Was soll durch dich hörbar werden?

Wir suchen dazu morgens in der Stille Gott und lassen uns von IHM einstimmen.
Bevor wir die Schule betreten, beten wir für unsere Schüler und segnen sie.
Das Geheimnis wahrer Vollmacht liegt in unserem segnenden und liebenden Herzen,
das wir dadurch bekommen.

Von der Ohnmacht zur Vollmacht – Teil 2

Ein wesentliches Merkmal der Spiritualität Jesu war sein Wechselspiel zwischen Ohnmacht und Vollmacht:
Ohnmacht: „Der Sohn kann nichts von sich selbst tun“ Joh 5,19a
und die hieraus empfangene Vollmacht:
„Was er den Vater tun sieht, das tut ebenso auch der Sohn.“ Joh 5,19b
(vgl. Schleske in Herztöne, S. 201)

Diese heilige Ohnmacht ist keine Schwäche!
Es ist die Bereitschaft sich empfänglich zu machen für das, was geschehen soll,
die Verheißung des Augenblicks zu spüren und der Versuchung zu widerstehen,
sein eigenes Ding durchzuziehen.
Es geht darum, sich in diesem inneren Schauen und Fokussieren zu üben:
„Jesus, was sind die guten Werke, die Du heute für mich vorbereitet hast,
damit ich in ihnen wandle?“ vgl. Eph 2,10
Weniger ist da oft viel mehr!

Wir bleiben permanent am Weinstock und weihen jede Stunde unseres Daseins der Gottliebe, die in allen Dingen um unserer Aufmerksamkeit wirbt und durch und mit uns handeln möchte.
Auf solch einem Lebensstil liegt eine große Verheißung:
„Denn der Vater hat den Sohn lieb und und zeigt ihm alles was er selbst tut;
und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch wundert.“ Joh 5,20
„Wer (so) an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue.“ Joh 14,12

So kann aus Ohnmacht Vollmacht werden.

Von der Ohnmacht zur Vollmacht -Teil 1

Wer kennt sie nicht, die leidvollen Erfahrungen von Ohnmachtsgefühlen und Überforderungen in der Schule. Das Klassenzimmer ist manchmal eher ein Gebetsort als eine Arbeitsstätte. Viele Situationen provozieren in meinem Herzen einen inneren Hilferuf:
„Ich weiß zuwenig!  Zeig mir, was ich jetzt tun soll!  Wie soll ich reagieren …?“

Doch in diesen Situationen darf ich lernen, vertrauensvoll nach oben zu schauen.
Ich höre in meinem Herzen die Stimme meines göttlichen Freundes und Mentors:
„Du musst nicht alles wissen. Lerne, dich von mir führen zu lassen. Stell dich mir ganz zur Verfügung. Du kannst an meiner Weisheit teilhaben (vgl. Jakobus 1,5).
Sei bereit die Überforderung zu akzeptieren, und lebe darin durchlässig –
 in einem nach oben hin geöffneten Vertrauen.“
So wird sogar die Überforderung zu einem Gebet. (vgl. Schleske in Herztöne, S.101)

Diese Überforderung soll nicht zur Verzweiflung und zu Selbstvorwürfen führen,
sondern zu einem neuen Level des Vertrauens und der Abhängigkeit.
Diese instabilen Situationen können zu einer neuen Offenheit für göttliche Inspiration führen
und werden so zu einer Lebensschule des Hörens der väterlichen Stimme:
„Mein geliebtes Kind:
Du hast alles was du brauchst, um das zu tun, was ich für dich vorgesehen habe.
Schau dir die Natur an, ich habe selbst das Kleinste meiner Geschöpfe perfekt angepasst und ausgestattet für seinen jeweiligen Lebensraum. Wieviel mehr bei dir.
Meine Gnade genügt dir in jedem Augenblick!
Ich werde dich niemals verlassen noch versäumen!“

Impulse zum Erntedank

Kommenden Sonntag ist Erntedank…

… ein wunderbarer Anlass, um am darauffolgenden Montag in die Klasse zu treten und zu fragen: „Was haben wir am Sonntag gefeiert?“ Eine wunderbare Möglichkeit, um Dankbarkeit in unseren Klassen zu thematisieren und einzuüben.

Einige Vorschläge, die wir schon durchgeführt haben und welche von den Schülern sehr gut angenommen wurden:

Unterrichtsstunde mit einer oder mehreren Dankbarkeitsrunden beginnen: Ich bin dankbar für… . Es kann auch ein Thema vorgegeben werden, z.B. unsere Schule. Nacheinander ergänzt jeder Schüler den Satz, der Lehrer beginnt. Danach bietet es sich an, zu fragen, wie es uns jetzt geht…
„Man lernt wieder zu wertschätzen, wie gut es uns geht.“ (Antwort eines Schülers).

Verse aus „Ich bin dankbar“ (siehe sechste Anregung in „Impulse und Übungen zu den Schlüsselaspekten von Resilienz.“) vorlesen. Hier ein kurzer Auszug:

Ich bin dankbar für den Wecker der morgens klingelt,
weil das bedeutet, mir wird ein neuer Tag geschenkt.
Ich bin dankbar für die Wohnung, die geputzt werden muss,
weil das bedeutet, ich habe ein Zuhause.
Ich bin dankbar für die laut geäußerten Beschwerden über die Regierung,
weil das bedeutet, wir leben in einem freien Land und haben das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Gemeinsam können dann gesammelte Beschwerden, als Grund zur Dankbarkeit formuliert werden. Auch hier können wir dann die Frage stellen: „Was passiert in unserem Leben, wenn wir lernen, das Glas als halb voll und nicht als halb leer zu sehen? Wie wirkt sich Dankbarkeit auf unsere Gesundheit, unsere Beziehungen aus?“

Eine besondere Aufmerksamkeit schenken uns die Schüler, wenn wir ihnen persönliche Erfahrungen mitteilen. So erzählte ich ihnen von meinem Ziel, angeregt durch das wertvolle Buch „Tausend Geschenke“, in einem Jahr 1000 Gründe zur Dankbarkeit aufzuschreiben. Von veränderten Wahrnehmungen für das Schöne und für Gott bis zur Vergesslichkeit der Dankbarkeit konnte ich berichten. Es folgte eine Einladung zum Führen eines Dankbarkeitstagebuchs oder zum Sammeln von Glücksmomenten mit Hilfe von kleinen Perlen, die von der linken Hosentasche in die rechte wandern (siehe achte Anregung in „Impulse und Übungen zu den Schlüsselaspekten von Resilienz.“)

Beate Weber