Heilige Gemeinschaft

„Einfache Leute können enorme Kraft entwickeln, wenn sie einander zugehören.
Wie jeder weiß, ist es sehr schwierig, ein Feuer aus nur einem einzigen Holzscheit zu entzünden – selbst wenn es ein großer kräftiger Holzscheit ist.
Dagegen bilden mehrere kleine schlechte Scheite ein wunderbares Feuer,
wenn sie zusammen bleiben.“  Elton Trueblood

Gedanken zur heiligen Gemeinschaft eines LehrerGebetsKreises (LGK):

Lehrer*, die sich sowohl ihres Mangels bewusst sind,
als auch ihres Einflusses im Bitten und Flehen als geliebte Töchter und Söhne,
die um der Größe ihrer missionalen Berufung und Vision an ihrer Schule* wissen,
die zusammenkommen, weil sie schwach sind
und wieder auseinandergehen, um jeder mit seiner Gabe zu dienen,
weil ihre Einheit miteinander und mit Christus
sie inspiriert, mutig und leidenschaftlich gemacht hat.

Sie öffnen einander nicht nur ihre Türen, sondern auch ihre Herzen,
da wo Träume, Ängste, Berufungen, Zweifel und Unsicherheiten zu Hause sind.

Sie suchen gemeinsam nach dem Willen Gottes für ihre Schüler und Schulen,
ermutigen und bestätigen einander, wenn sie den Geist Gottes am Werk sehen.

Sie ermutigen sich dazu,
so eng wie möglich mit dem Weinstock Jesus verbunden zu bleiben
und gehen mit dem Heiligen Geist an die Schulen,
um mit IHM zusammen zu suchen und zu finden, was verloren ist.

Unter „Lehrer“ verstehen wir auch alle Lehramtsstudentinnen, Lehrerinnen, Erzieherinnen, Pädagoginnen, Schulsozialarbeiterinnen, Lerntherapeutinnen …
an allen Kindertagesstätten, Kindergärten, Schule, Heimen, Unis, …
Der Einfachheit halber reden wir von Schulen und Lehrern und meinen damit alle oben Genannten und noch mehr.

Stille Pause für Lehrer und / oder Schüler

Die LehrerInnen und SchülerInnen haben die Möglichkeit,
die Erste große Pause oder die Mittagspause im Stille-Raum (Ruheraum) zu verbringen und/oder eine Lesung zu besuchen.
Der Stille-Raum bietet Entspannung und Entschleunigung bei ruhiger Musik und kuscheligen Decken.
Alternativ kann auch die Sporthalle mit den Matten als Unterlage genutzt werden.
Der Besuch ist freiwillig. Ein (zwei) Lehrer / Pädagoge leitet das Programm an.
!!! Absprache und Genehmigung von der Schulleitung !!!

Zielsetzung:
– Erleben der Stille im Kontrast zum lauten Schulalltag,
– Förderung der Sensibilität für Körperwahrnehmung,
– Entspannung durch ruhige Musik
– Zuhörförderung beim Lauschen eines Lesevortrags oder Poetry slams:

Inhalte ( Beispiele):
– Phantasie und Entspannungsreisen vorlesen ( Lasten ablegen und in die Ruhe eintreten)
– Ruhige , instrumentale Musik zur Entspannung im Hintergrund abspielen
– Poetry Slams zum Thema Ruhe / Stille / Frieden / Sorgen und Ängste ablaufen lassen
(https://www.youtube.com/watch?v=1FggOhSPC4g)

Es gibt gute Bücher, CD´S , Internetseiten oder Material auf youtube zu diesen Inhalten.

Material vorher testen und anhören – nicht alles eignet sich für den Einsatz bei Kindern und Jugendlichen in der Schule (Hintergründe erforschen) !!!

Bei Rückfragen zur Praxis dürft ihr gerne im Internet nachschauen oder mich unter
dereckstein@gmx.de oder 0176-55518766 kontaktieren

Daniel Laux
Präventionslehrkraft Schule

PrayerSpaces in Schulen

Was sind zentrale Elemente unseres Glaubenslebens?

Denkt man über diese Frage nach, dann wird früher oder später wohl auch das Gebet genannt werden. Kein Wunder, ist es für uns Christen doch der direkte Draht zu Gott und vertrauen wir doch darauf, dass das Gebet Kraft hat und Veränderung schenken kann.

Für unsere Schülerinnen und Schüler mag das Beten nicht unbedingt einen so hohen Stellenwert haben. Für manche ist es vielleicht eher etwas Fremdes, das mit ihrem Alltag kaum etwas zu tun hat. Und dennoch wünsche ich mir, dass Jugendliche erfahren dürfen, dass Gebet so viel mehr mit ihnen und ihrem persönlichen Alltag zu tun hat, als sie denken, und dass Gebet kreativ, vielfältig und wirkungsvoll sein kann.

Einen Zugang zum Beten können PrayerSpaces in Schulen vermitteln. Hier werden Gebetsräume an Schulen aufgebaut, in denen die Jugendlichen ihre Lebensfragen und ihre Spiritualität interaktiv und kreativ entdecken können. Für den Gebetsraum wird meist ein Klassenzimmer umgewandelt und bleibt für einige Tage lang geöffnet. Im Gebetsraum können die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Gebetsstationen einen ganz praktischen Zugang zum Gebet finden. Die Themen der Gebetsstationen sind dabei so gehandhabt, dass sich die Jugendlichen leicht damit identifizieren können, z.B. um Verzeihung bitten oder Sorgen äußern.

Aus eigener Erfahrung mit der Gestaltung eines PrayerSpaces war ich überwältigt von der positiven Resonanz auf den Gebetsraum und bewegt davon, was Gott in der Woche, in der der Raum geöffnet war, in manchen Schülerinnen und Schülern angestoßen hat. Viele erlebten, dass Gebet wirkt und etwas mit ihnen ganz persönlich zu tun hat. Ein paar der Schüleräußerungen an der Feedbackwand lauteten etwa:

  • „Es war sehr beeindruckend und interessant, man hat sich selbst besser kennengelernt.“
  • „Es hat gut getan und es ist sehr schön, Religion mal so zu erleben! Es lässt einen viel mehr man selbst sein.“
  • „Es ist schön, dass so etwas für uns gemacht wurde! Danke!“
  • „Man sollte mehr darüber nachdenken, wie gut es einem geht.“
  • „Sehr schön! Man fühlt sich nicht allein mit seinen Sorgen.“
  • „So etwas habe ich noch nie gemacht. Super.“
  • „Ich denke jetzt mehr über die Leute nach, die in Not sind, und ich bete auch für sie.“
  • „Ich habe gemerkt, dass beten nicht immer ‚langweilig‘ sein muss, sondern auch interessant.“

Durch die die Gestaltung eines Gebetsraumes an der Schule als dem Ort, an dem die Jugendlichen einen Großteil ihrer Zeit verbringen, kann das Gebet direkt in ihren Alltag  geholt werden und es können viele Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Stellt man sich nun vor, dass es an vielen weiteren Schulen PrayerSpaces gibt, dann kann das die Generation der Jugendlichen verändern.

Interesse bekommen, selbst einen Gebetsraum zu gestalten? PrayerSpaces ist ein Konzept, für das es ausgearbeitetes Material gibt, das die Gestaltung eines solchen Gebetsraumes erleichtert. Mehr Informationen, Tipps, Erfahrungsberichte, … gibt es unter www.prayerspaces.de, oder über den Kontakt prayerspaces@smd.org.
Kristina Heckel

Der kleine Esel (Fabel zum Palmsonntag)

Hmmm…  eigentlich war ich mit meiner Lage gar nicht unzufrieden. Zwar war ich angebunden, aber neben mir war ja meine Mama. Da konnte ich ja noch trinken und Futter hatte uns unser Herr auch hingestellt.
Stinklangweilig war es schon, so am gleichen Fleck zu stehen und wenn ich weiter drüben die grüne Wiese sah, die jetzt im Frühling, wieder voller Blumen war, wär ich doch gerne dort herumgetollt. Menschen schlenderten durch die Gasse, die einen gemütlich, die anderen gehetzt, ein fröhliches Treiben.

Da kommen junge Männer daher. Sie bleiben bei mir stehen und lösen den Strick ab.
„Was wird hier gespielt?“ fragte ein Nachbar.
„Der Meister braucht ihn“, war die Antwort.
Ja, wo war denn mein Herr? Er sagte kein Wort dazu.

Die jungen Männer brachten mich zu einem Mann, den sie Jesus nannten, der versuchte sich auf meinen Rücken zu setzen. Das hätte er wohl besser nicht getan! Mit allen Mitteln versuchte ich erst einmal den Reiter loszuwerden…
Vor Meisters Peitsche hatte ich panische Angst. Aber die schien Jesus vergessen zu haben. Vielmehr flüsterte er mir sanfte Worte ins Ohr und brachte mich so dazu, ihn in die Stadt hinein zu tragen.
War da ein Tumult:
Palmzweige und gar Kleider legten die Menschen auf den Boden.
Und dann ging ein Jubel los …
und ich? Ich durfte Jesus zu diesen Menschen hintragen!!!
Und niemals mehr möchte ich zu dem alten Schinder zurückkehren, sondern bei Jesus bleiben.

Doch wie schon so oft erstaunten mich die Menschen.
Da jubelten sie ihrem König zu. Doch wenige Tage später wurde meinem neuen Herrn der Prozess gemacht. Er habe sich ungebührlich benommen munkelte man. Eine Peitsche soll er genommen haben und habe im Tempel rumgetobt. Den Geldwechslern hat er die Tische umgestoßen und alle Tauben fliegen lassen.
Komisch, zu mir war er die Güte selbst …

So schlich ich durch die Gassen. Ich wollte wissen, was hier gespielt wurde.
„Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!“ brüllte der Mob.
Es waren dieselben Leute, die ihren König bejubelt hatten.
Schon komisch, die Menschen: Als Lachnummer auf einem Esel hieß man ihn als König willkommen. Aber herrschen sollte er keineswegs.
Und das soll ich Esel begreifen?

Soweit, die Geschichte aus der Sicht des Esels …

Aber geht es mir nicht ähnlich?
Jünger Jesu banden mich los und brachten mich zu ihm. Und da war es nicht die teuflische Peitsche,
es waren Worte der Liebe, die mich dazu brachten, mit Jesus weiterzugehen.

Die Frage ist nun:
Geritten wirst Du, aber von wem?
Reitet Dich Satan, wirst Du von ihm zu Tode geritten!
Lässt du Dich aber lösen und zu Jesus führen, wird er dich sanft ans Ziel bringen und du wirst IHN zu den Menschen tragen.
Was wollen wir zulassen?
Mit Jesus kommst Du ans Ziel!