Projektionen erkennen lernen

Irgendwo im fernen Arabien gab es einen Saal der 1000 Spiegel.
Eines Tages verirrte sich ein Hund in diesen Saal.
Plötzlich sah er sich konfrontiert mit tausend Spiegelbildern und bekam Angst.
Er knurrte und bellte seine vermeintlichen Gegner an. Diese zeigten tausendfach ihre Zähne und bellten zurück. Darauf reagierte der Hund noch aggressiver und floh schließlich völlig verängstigt aus dem Saal und war überzeugt davon, dass alle Hunde in der Welt aggressiv und böse sind.
Einige Zeit später kam ein anderer Hund in den gleichen Saal der tausend Spiegel.
Auch dieser Hund sah sich tausendfach umgeben von seinesgleichen.
Da wedelte er freudig mit dem Schwanz – und tausend Hunde wedelten ihm entgegen und freuten sich mit ihm. Freudig und ermutigt verließ dieser Hund den Saal und war überzeugt davon, dass alle Hunde dieser Welt nett und freundlich sind.

Diese Geschichte bringt es auf den Punkt:
Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern wie wir sind.
Unsere Vorstellungen von der Wirklichkeit bilden die Matrix, durch die wir die Welt erleben. Deshalb sind die Aussagen, die wir über die Welt und andere Menschen machen, auch Aussagen über uns selbst. Wie die Geschichte schön zeigt, erleben wir vieles sogar als eine Projektion von uns selbst.
Das heißt, dass wir besonders Dinge auf andere projizieren, die wir selbst bei uns ablehnen und dadurch verdrängen.

aus: „Die Göttliche Kompassnadel“ –  zu finden unter: www.lebenvertiefen.de

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