Von der Ohnmacht zur Vollmacht – Teil 2

Ein wesentliches Merkmal der Spiritualität Jesu war sein Wechselspiel zwischen Ohnmacht und Vollmacht:
Ohnmacht: „Der Sohn kann nichts von sich selbst tun“ Joh 5,19a
und die hieraus empfangene Vollmacht:
„Was er den Vater tun sieht, das tut ebenso auch der Sohn.“ Joh 5,19b
(vgl. Schleske in Herztöne, S. 201)

Diese heilige Ohnmacht ist keine Schwäche!
Es ist die Bereitschaft sich empfänglich zu machen für das, was geschehen soll,
die Verheißung des Augenblicks zu spüren und der Versuchung zu widerstehen,
sein eigenes Ding durchzuziehen.
Es geht darum, sich in diesem inneren Schauen und Fokussieren zu üben:
„Jesus, was sind die guten Werke, die Du heute für mich vorbereitet hast,
damit ich in ihnen wandle?“ vgl. Eph 2,10
Weniger ist da oft viel mehr!

Wir bleiben permanent am Weinstock und weihen jede Stunde unseres Daseins der Gottliebe, die in allen Dingen um unserer Aufmerksamkeit wirbt und durch und mit uns handeln möchte.
Auf solch einem Lebensstil liegt eine große Verheißung:
„Denn der Vater hat den Sohn lieb und und zeigt ihm alles was er selbst tut;
und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch wundert.“ Joh 5,20
„Wer (so) an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue.“ Joh 14,12

So kann aus Ohnmacht Vollmacht werden.

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